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	<title>Internet und Politik</title>
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	<description>Ab April 2009: Elternzeitmodus!</description>
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		<title>Internet und Politik</title>
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		<title>Lucky Streik (2.0)</title>
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		<pubDate>Thu, 05 Nov 2009 08:25:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>internetundpolitik</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Seit Ende Oktober bildeten nahezu professionelle Web-Präsentationen das Rückgrat des studentischen Online-Streiks. Die WWW-Seiten wurden von wenigen Enthusiasten betreut, bildeten das aktuelle Streikgeschehen ab und informierten über wichtige Aktionen im örtlichen Streikbetrieb. Die Hochschulrechenzentren verzeichneten in den Monaten November und Dezember exponentielle Nachfragesteigerungen für die Online-Angebote. Dabei waren an einzelnen Universitäten bis zu 4000 Zugriffe [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=internetundpolitik.wordpress.com&blog=472189&post=795&subd=internetundpolitik&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><blockquote><p>Seit Ende Oktober bildeten nahezu professionelle Web-Präsentationen das Rückgrat des studentischen Online-Streiks. Die WWW-Seiten wurden von wenigen Enthusiasten betreut, bildeten das aktuelle Streikgeschehen ab und informierten über wichtige Aktionen im örtlichen Streikbetrieb. Die Hochschulrechenzentren verzeichneten in den Monaten November und Dezember exponentielle Nachfragesteigerungen für die Online-Angebote. Dabei waren an einzelnen Universitäten bis zu 4000 Zugriffe an einem Tag keine Seltenheit.</p></blockquote>
<p>Zwölf Jahre liegt der <strong>Lucky Streik</strong> zurück &#8211; unter diesem Label durchzogen damals Studierendenproteste die Republik, die Blockaden dehnten sich bis über die Weihnachtsferien ins neue Jahr aus. Die für damalige Verhältnisse erheblichen Online-Reichweiten ringen den Beobachtern in diesem Jahr nur ein müdes Lächeln ab: allein die Livestreams aus den österreichischen Hochschulen erzielen regelmäßig vierstellige Abrufzahlen &#8211; gemeint sind allerdings gleichzeitige Nutzer.</p>
<p>Weiter heißt es in der oben zitierten Dissertation aus dem Jahr 1999:</p>
<blockquote><p>Die Wiederaufnahme des Lehrbetriebs im Januar 1998 markierte einen Wendepunkt: die Großzahl der Studierenden unterwarf sich angesichts des drohenden Semesterendes dem regulären Hochschulbetrieb und kehrte in die Seminare zurück. (&#8230;) In den Zeiten abflauender Protestbereitschaft bei vielen Studierenden köchelte der Protest auf &#8222;virtueller Sparflamme&#8220; weiter. Dabei verfestigte sich ein digitales Kommunikationsnetz, das bei nächster Gelegenheit umgehend auf breiter Protestfront genutzt werden kann.</p></blockquote>
<p>Nun ja &#8211; nachdem in <strong>Österreich</strong> seit dem <strong>22. Oktober</strong> Hörsäle besetzt und Universitäten bestreikt werden, geht es jetzt offenbar in Deutschland los. Die Twitter-Hashtags lauten <strong>#unibrennt</strong> und <strong>#unsereuni</strong>. Die Universitäten in <strong>Heidelberg</strong>, <strong>Münster</strong> und <strong>Potsdam</strong> machten gestern den Anfang. Wie geht es weiter?</p>
<p><span style="text-decoration:line-through;">Im Laufe des Tages erscheint</span> Gerade ist drüben beim Homo Politicus ein <a href="http://www.homopoliticus.de/2009/11/05/wir-2-0/?utm_campaign=@homopoliticus&amp;utm_medium=twitter&amp;utm_source=twitter">kleiner Beitrag zum Stand der Dinge</a> erschienen. Geschrieben hat ihn der Doktorand, der 1997 vom Lucky Streik überrascht wurde und dazu ein Kapitel in seine Dissertation aufnehmen musste &#8211; überschrieben war der Abschnitt mit <strong>Zur Entstehung&#8220; digitaler sozialer Bewegungen&#8220;</strong>.</p>
  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/internetundpolitik.wordpress.com/795/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/internetundpolitik.wordpress.com/795/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/internetundpolitik.wordpress.com/795/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/internetundpolitik.wordpress.com/795/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/internetundpolitik.wordpress.com/795/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/internetundpolitik.wordpress.com/795/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/internetundpolitik.wordpress.com/795/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/internetundpolitik.wordpress.com/795/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/internetundpolitik.wordpress.com/795/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/internetundpolitik.wordpress.com/795/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=internetundpolitik.wordpress.com&blog=472189&post=795&subd=internetundpolitik&ref=&feed=1" /></div>]]></content:encoded>
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		<title>In eigener Sache: Frankfurt/New York</title>
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		<pubDate>Mon, 02 Nov 2009 10:17:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>internetundpolitik</dc:creator>
				<category><![CDATA[In eigener Sache]]></category>
		<category><![CDATA[Web 2.0]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Andreas Jungherr]]></category>
		<category><![CDATA[Axel Bruns]]></category>
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		<category><![CDATA[Soziale Netzwerke]]></category>
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		<category><![CDATA[Uwe Jun]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Ortsangaben klingen vielleicht etwas weltläufiger als es der Anlass hergibt, aber laut Verlag ist das so korrekt: in diesen Tagen ist der Sammelband Soziale Netze in der digitalen Welt – Das Internet zwischen egalitärer Teilhabe und ökonomischer Macht erschienen, den ich gemeinsam mit Martin Eifert, Thomas Groß und Jörn Lamla herausgegeben habe.
Einen ersten visuellen [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=internetundpolitik.wordpress.com&blog=472189&post=782&subd=internetundpolitik&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p>Die Ortsangaben klingen vielleicht etwas weltläufiger als es der Anlass hergibt, aber laut Verlag ist das so korrekt: in diesen Tagen ist der Sammelband <strong>Soziale Netze in der digitalen Welt – Das Internet zwischen egalitärer Teilhabe und ökonomischer Macht</strong> erschienen, den ich gemeinsam mit <strong>Martin Eifert</strong>, <strong>Thomas Groß</strong> und <strong>Jörn Lamla </strong>herausgegeben habe.</p>
<p>Einen ersten visuellen Eindruck als <strong>Twitpic</strong> gibt´s<a href="http://twitpic.com/nzokp"> hier</a>.</p>
<p>Die Publikation geht auf die <a href="http://www.zmi.uni-giessen.de/veranstaltungen/event-dasinternet.html">(nahezu) gleichnamige Tagung</a> vom Herbst 2008 zurück, ich war dabei schwerpunktmäßig für die Organisation des &#8222;Politik-Kapitel&#8220; zuständig. Nach meiner kleinen Einleitung über <strong>Soziale Netze als neue Arena politischer Kommunikation</strong> befasst sich <strong>Axel Bruns</strong> mit der <strong>politischen Dimension seines Produsage-Konzeptes</strong>. Eine <strong>kritische Entgegnung</strong> dazu hält der Beitrag <strong>von Uwe Jun</strong> bereit. Darauf folgt <strong>Andreas Jungherr</strong> mit einer <strong>Bestandsaufnahme zur Twitter-Nutzung </strong>in der (deutschen) Politik.</p>
<p>Selbstverständlich sind auch die übrigen Kapitel mit Texten zu <strong>soziologischen</strong> und <strong>rechtlichen Aspekten sozialer Netzwerke </strong>lesenswert. Im Vordergrund stehen dabei Fragen der digitalen <strong>Consumer Democracy</strong>, die <strong>Diskussionen um das Urheberrecht</strong> sowie <strong>Fragen zu Persönlichkeitsrechten im Netz</strong>.</p>
<p>Weiterführende Informationen finden sich (in Kürze) auf der Seite des <a href="http://www.zmi.uni-giessen.de/publikationen/publikationen-sozialenetze.html">ZMI </a>sowie beim <a href="http://www.campus.de/wissenschaft/kulturwissenschaften/Kommunikation+und+Medien.40449.html/Soziale+Netze+in+der+digitalen+Welt.90558.html">Campus Verlag</a>.</p>
<div id="_mcePaste" style="overflow:hidden;position:absolute;left:-10000px;top:0;width:1px;height:1px;">
<h3 id="h1_Soziale-Netze-in-der-digitalen-Welt-----Das-Internet-zwischen-egalit--rer-Teilhabe-und---konomischer-Macht">Soziale Netze in der digitalen Welt – Das Internet zwischen egalitärer Teilhabe und ökonomischer Macht</h3>
<p>E</p>
</div>
  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/internetundpolitik.wordpress.com/782/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/internetundpolitik.wordpress.com/782/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/internetundpolitik.wordpress.com/782/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/internetundpolitik.wordpress.com/782/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/internetundpolitik.wordpress.com/782/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/internetundpolitik.wordpress.com/782/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/internetundpolitik.wordpress.com/782/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/internetundpolitik.wordpress.com/782/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/internetundpolitik.wordpress.com/782/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/internetundpolitik.wordpress.com/782/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=internetundpolitik.wordpress.com&blog=472189&post=782&subd=internetundpolitik&ref=&feed=1" /></div>]]></content:encoded>
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		<title>In eigener Sache: Bonn</title>
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		<pubDate>Wed, 21 Oct 2009 20:30:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>internetundpolitik</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Am 26. Oktober werde ich am ARD/ZDF-Onlineseminar bei der Deutschen Welle in Bonn teilnehmen und dort einen ersten Vortrag zum Online-Wahlkampf halten &#8211; im Mittelpunkt stehen die Rolle von Social Networks (allerdings noch in den USA, das war eine Vorgabe), Video-Formate zwischen Netz und TV sowie einige Beispiele für Twitter-Nutzungen im Bundestagswahlkampf. Ausführlicher mit dem [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=internetundpolitik.wordpress.com&blog=472189&post=778&subd=internetundpolitik&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p>Am <strong>26. Oktober</strong> werde ich am <strong>ARD/ZDF-Onlineseminar</strong> bei der Deutschen Welle in Bonn teilnehmen und dort einen ersten <strong>Vortrag zum Online-Wahlkampf </strong>halten &#8211; im Mittelpunkt stehen die Rolle von <strong>Social Networks</strong> (allerdings noch in den USA, das war eine Vorgabe), <strong>Video-Formate</strong> zwischen Netz und TV sowie einige Beispiele für <strong>Twitter</strong>-Nutzungen im Bundestagswahlkampf. Ausführlicher mit dem &#8222;deutschen&#8220; Web 2.0 dürfte sich Jan Schmidt auseinandersetzen, das deutet zumindest sein Vorschau-Posting <a href="http://www.schmidtmitdete.de/archives/575">Social Media im Wahlkampf</a> an.</p>
<p>Als zusätzlicher Programmpunkt ist eine <strong>Abendveranstaltung</strong> angesetzt, bei der ich gemeinsam mit <strong> Jens Seipenbusch</strong> auf einige Fragen zur Her- und Zukunft der Piratenpartei antworten soll. Vielleicht bietet sich auch schon die erste Gelegenheit zur Einschätzung der geplanten &#8222;Internetpolitik&#8220; der neuen Bundesregierung.</p>
  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/internetundpolitik.wordpress.com/778/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/internetundpolitik.wordpress.com/778/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/internetundpolitik.wordpress.com/778/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/internetundpolitik.wordpress.com/778/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/internetundpolitik.wordpress.com/778/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/internetundpolitik.wordpress.com/778/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/internetundpolitik.wordpress.com/778/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/internetundpolitik.wordpress.com/778/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/internetundpolitik.wordpress.com/778/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/internetundpolitik.wordpress.com/778/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=internetundpolitik.wordpress.com&blog=472189&post=778&subd=internetundpolitik&ref=&feed=1" /></div>]]></content:encoded>
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		<title>Der Twitter, die Presse, der Club und der Kaffee</title>
		<link>http://internetundpolitik.wordpress.com/2009/10/15/twitterkaffee/</link>
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		<pubDate>Thu, 15 Oct 2009 12:05:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>internetundpolitik</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Am Montag (19. Oktober, 19 Uhr)  bin ich als Gast in den Frankfurter Presseclub eingeladen, das Thema ist Twittern erobert die Medien. Klingt ernst, irgendwie bedrohlich. In scharfem Kontrast dazu steht aber der flapsige Untertitel: Brauch´ erstmal einen Kaffee.
Ein Schelm, wer böses dabei denkt. Ich bin mir nicht ganz sicher, ob die Unterzeile ein wörtliches [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=internetundpolitik.wordpress.com&blog=472189&post=773&subd=internetundpolitik&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p>Am Montag (19. Oktober, 19 Uhr)  bin ich als Gast in den <a href="http://www.frankfurterpresseclub.de/359.0.html">Frankfurter Presseclub</a> eingeladen, das Thema ist <strong>Twittern erobert die Medien</strong>. Klingt ernst, irgendwie bedrohlich. In scharfem Kontrast dazu steht aber der flapsige Untertitel: <strong>Brauch´ erstmal einen Kaffee</strong>.</p>
<p>Ein Schelm, wer böses dabei denkt. Ich bin mir nicht ganz sicher, ob die Unterzeile ein wörtliches Zitat des bekanntesten hessischen <a href="http://twitter.com/tsghessen/status/4702566833">Autokaffeemaschinenbesitzers</a> ist &#8211; das wäre immerhin noch eine wohlwollende Interpretation, denn das koffeinhaltige Getränk spielt in dessen Twitter-Beiträgen die Rolle eines <em>running gag.</em> Genauso nah (oder fern) liegt aber auch der Verdacht, dass der Stoßseufzer auf die betonte Belanglosigkeit der Twitter-Kommunikation verweisen soll &#8211; immerhin ist Kaffee als aromatisiertes &#8222;heißes Wasser&#8220; ja gar nicht so weit weg von der <a href="http://twitter.com/HaraldStaun/status/1833981594">&#8222;heißen Luft&#8220;</a>, die man schon gerne mal mit Twitter in Verbindung bringt.</p>
<p>Und dann wäre da ja noch das &#8222;n&#8220; &#8211; schließlich steht da ja &#8222;Twitter<strong>n</strong> erobert die Medien&#8220; und nicht &#8222;Twitter erobert die Medien&#8220;. Auch darüber wird am Montag also zu reden sein. Aber wie dem auch sei &#8211; Material für eine spannende Unterhaltung findet sich ja beinahe täglich. Ich bin allerdings schon gespannt, ob bis Anfang nächster Woche hierzulande endlich mal ein substanzieller Bericht zum Hashtag <a href="http://derstandard.at/fs/1254311406265/Guardian-darf-doch-ueber-Giftmuellskandal-berichten">#trafigura</a> erschienen sein wird. Bislang (= 14.10., 14 Uhr) muss man auf <a href="http://www.guardian.co.uk/media/pda/2009/oct/13/twitter-online-outcry-guardian-trafigura">englischsprachige Berichte</a> oder einen <a href="http://derstandard.at/fs/1254311406265/Guardian-darf-doch-ueber-Giftmuellskandal-berichten">Text</a> von den österreichischen Kollegen des Standard zugreifen.</p>
<p><img class="alignnone" src="http://4.bp.blogspot.com/_SXh9eUh5Osw/StRYn-KO-2I/AAAAAAAAEqU/Fbs4JpgKtx0/s400/trendsmap.jpg" alt="" width="400" height="317" /></p>
<p>Diese Angelegenheit hat in den vergangenen beiden Tagen heftige Wellen geschlagen und für reichlich Diskussion unter <a href="http://www.guardian.co.uk/commentisfree/libertycentral/2009/oct/14/trafigura-fiasco-tears-up-textbook">Journalisten</a> und <a href="http://twitter.com/jayrosen_nyu/status/4843880510">Journalismusforschern</a> gesorgt &#8211; vielleicht sollte ich am Montag einfach mal fragen, warum es so lange gedauert hat, bis das Thema die deutschen Medien erreicht hat.</p>
<p>Und dann hole ich mir erstmal einen Kaffee.</p>
  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/internetundpolitik.wordpress.com/773/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/internetundpolitik.wordpress.com/773/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/internetundpolitik.wordpress.com/773/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/internetundpolitik.wordpress.com/773/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/internetundpolitik.wordpress.com/773/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/internetundpolitik.wordpress.com/773/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/internetundpolitik.wordpress.com/773/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/internetundpolitik.wordpress.com/773/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/internetundpolitik.wordpress.com/773/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/internetundpolitik.wordpress.com/773/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=internetundpolitik.wordpress.com&blog=472189&post=773&subd=internetundpolitik&ref=&feed=1" /></div>]]></content:encoded>
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		<title>Wiedervorlage: Piratenpartei</title>
		<link>http://internetundpolitik.wordpress.com/2009/09/29/wiedervorlage-piratenpartei/</link>
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		<pubDate>Tue, 29 Sep 2009 11:24:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>internetundpolitik</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Politik]]></category>

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		<description><![CDATA[Bedingt durch diverse Befragungen zu Genese und Perspektive der Piratenpartei habe ich mir nochmal einige Materalien zum Thema angesehen &#8211; nachfolgend einige nicht abschließend bearbeitete und systematisierte Notizen, die auch einige Fragen für die weitere Auseinandersetzung formulieren.
Update 2: diverse Artikel befassen sich mit dem Abschneiden der Piratenpartei, hier ein Bericht aus der WELT und dort [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=internetundpolitik.wordpress.com&blog=472189&post=730&subd=internetundpolitik&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p>Bedingt durch diverse Befragungen zu Genese und Perspektive der Piratenpartei habe ich mir nochmal einige Materalien zum Thema angesehen &#8211; nachfolgend einige nicht abschließend bearbeitete und systematisierte Notizen, die auch einige Fragen für die weitere Auseinandersetzung formulieren.</p>
<p><strong>Update 2</strong>: diverse Artikel befassen sich mit dem Abschneiden der Piratenpartei, hier ein <a href="http://news.google.de/news/url?sa=t&amp;ct2=de%2F0_0_s_0_0_t&amp;usg=AFQjCNE__OFqt-mASigBpSQkvdZCKhP-HA&amp;cid=0&amp;ei=FArCSvjILoSp_gbYguv1Ag&amp;rt=SEARCH&amp;vm=STANDARD&amp;url=http%3A%2F%2Fwww.welt.de%2Fdie-welt%2Fpolitik%2Farticle4651925%2FPiraten-im-Aufwind.html">Bericht</a> aus der WELT und dort mein <a href="http://futurezone.orf.at/stories/1628326/">Kommentar</a> für den ORF (Abt. Futurezone). Noch vor der Wahl war eine Vertiefung der <a href="http://carta.info/15450/kampagne-als-augmented-reality-game-der-mitmachwahlkampf-der-piratenpartei/">Rollenspiel-Aspekte im Piratenwahlkampf</a> bei CARTA erschienen.</p>
<p>Neben den zahlreichen Medienberichten der Marke &#8222;Außerparlamentarische Opposition 2.0&#8243; (dazu auch <a href="http://www.swr.de/swr2/programm/sendungen/swr2-forum/rueckschau/-/id=660194/nid=660194/did=5252998/10q23nu/index.html">SWR2-Forum</a> vom 21.9.) und der prominenten Verteidigungsschrift für die Nerd-Kultur (<a href="http://www.faz.net/s/Rub475F682E3FC24868A8A5276D4FB916D7/Doc~ECDFFB52576C1433783CB47AB44B8426F~ATpl~Ecommon~Scontent.html">&#8222;Revolution der Piraten&#8220;</a>) durch Frank Schirrmacher in der FaS erscheinen inzwischen auch einige Kurzuntersuchungen aus der eigenen Fachdisziplin, die allmählich die diffuse &#8222;Partei für die Nerds, nicht für die Massen&#8220; (Die Welt) etwas klarer einsortiert.</p>
<p>Die aktuelle Debatte um die Rechtslastigkeit der Piratenpartei bzw. der dilettantische Umgang mit den Presseanfragen der Jungen Freiheit sowie der öffentlichen Diskussion und Positionierung bleibt an dieser Stelle außen vor &#8211; das wäre ein eigener Beitrag, den <a href="http://sozlog.wordpress.com/2009/09/17/die-neue-hitze-des-wahlkampfs-die-piratenpartei/#more-2435">andere</a> <a href="http://www.lawblog.de/index.php/archives/2009/09/18/beissreflexe-einer-mailingliste/">längst</a> <a href="http://www.google.de/url?sa=t&amp;source=web&amp;ct=res&amp;cd=2&amp;url=http%3A%2F%2Fwww.spiegel.de%2Fpolitik%2Fdeutschland%2F0%2C1518%2C649770%2C00.html&amp;ei=lMOzSuWGAYL0_AbCvbm-DQ&amp;usg=AFQjCNFLWLR8qp5xk4f7qPWAh4-q6LlDow&amp;sig2=jg13Qhi5uclsJFei1nBaKw">schon</a> geschrieben haben. Einen neuen Spin erhält die Diskussion freilich durch das (vergiftete?) Schirrmacher-Lob für Jens Seipenbusch als &#8222;Intellektuellen von Format&#8220;, der nun auch als <a href="http://www.faz.net/s/RubCF3AEB154CE64960822FA5429A182360/Doc~E1C6EEC32347642E884363C8DD4D79C4B~ATpl~Ecommon~Scontent.html">Gastautor</a> in der FAZ schreibt. Ob der Vorsitzende der Piratenpartei weiß, auf welches Medium er sich da eingelassen hat?</p>
<p><strong>Update 1:</strong> Weiteres Piratenmaterial ist eingetroffen &#8211; <a href="http://www.welt.de/die-welt/politik/article4586924/Wie-die-Piraten-die-Republik-veraendern-wollen.html">Welt</a>, <a href="http://www.tagesspiegel.de/politik/deutschland/Piratenpartei-Andreas-Popp-Jens-Seipenbusch-Junge-Freiheit;art122,2905795">Tagesspiegel</a>. (Beim Beitrag des Tagesspiegels sieht man mal wieder sehr schön, was passiert, wenn man sich Zitate nicht zur Freigabe vorlegen lässt. Der Boulevard ist breiter als man denkt&#8230;).</p>
<p><span id="more-730"></span><strong>Wohin gehört die Piratenpartei?</strong></p>
<p>Im lesenswerten Politologen-Blog <a href="http://blog.zeit.de/wahlen-nach-zahlen/">Wahlen nach Zahlen</a> haben sich die Kollegen <a href="http://blog.zeit.de/wahlen-nach-zahlen/2009/09/16/die-piratenpartei-in-der-ideologischen-parteienkonstellation-deutschlands_1961">Debus</a> und <a href="http://blog.zeit.de/wahlen-nach-zahlen/2009/09/16/piratenpartei-klar-zum-entern-des-parteiensystems_1941">Faas</a> mit der programmatischen Positionierung der Piratenpartei auseinandergesetzt und kommen dabei zu dem Schluss, dass in der dichter und differenzierter gewordenen Parteienlandschaft eigentlich kein Platz mehr für diese Gruppierung ist &#8211; zu nahe lägen die Piraten mit ihren Zielen (nicht nur, aber vor allem) an den Grünen, zu begrenzt sei ihr Themenspektrum. Eine gute Vertiefung zu den <a href="http://netzpolitik.org/2009/antworten-der-parteien-zur-netzpolitik/">netzpolitischen Positionen der fünf Bundestagsparteien und der Piratenpartei</a> befindet sich im übrigen drüben bei Netzpolitik.org. (<strong>Update</strong>: Thorsten Faas merkt einige Dinge zum <a href="http://blog.zeit.de/wahlen-nach-zahlen/2009/09/18/piratenwahler_1988">Piratenwähler</a> an, dabei verweist er auf einen <a href="http://blog.ansgar-wolsing.de/archiv/873">Beitrag</a> von Ansgar Wolsing)</p>
<p>Doch zurück zur Eingangsfrage &#8211; wohin mit den Piraten im Parteienspektrum? Gerade mit Blick auf die bei Netzpolitik.org präsentierten Antworten zeigt sich auch eine Schwachstelle der Analysen von Debus und Faas &#8211; die Erklärungen der Parteien lesen sich mitunter so, als hätte es die ebenso gereizt wie engagiert geführte Debatte um #zensursula, eine überaus populäre Online-Petition, das Pirate-Bay-Urteil, zahlreiche Netz-Initiativen oder eher traditionelle Demonstrationen in diesem Jahr gar nicht gegeben. Das Auslesen und Einsortieren von programmatischen Positionen könnte an dieser Stelle tatsächlich etwas zu kurz greifen &#8211; denn gerade mit Blick auf die Diagnose des &#8222;fehlenden USP&#8220; (Faas) stellt sich erst recht die Frage, warum es die Piratenpartei dann überhaupt bis zur Zulassung zur Bundestagswahl geschafft? Und warum <a href="http://wiki.piratenpartei.de/Datei:Mitgliederentwicklung.png">steigen die Mitgliederzahlen</a> mit einer nicht unerheblichen Dynamik an?</p>
<p><strong>&#8222;Unique Selling Proposition&#8220; und &#8222;Quest for Votes&#8220;<br />
</strong></p>
<p>Mal abgesehen von der längst nicht abschließend behandelten Frage, ob die Piratenpartei mit einer Fokussierung auf das Kernthema &#8222;Internet&#8220; zwingend als Single-Issue-Partei zu klassifizieren ist (vgl. hierzu auch die Skizzierung eines  <a href="http://klarmachen-zum-aendern.de/wp-content/uploads/2009/09/Kurzinfo-BMWIG.pdf">&#8222;Internetministeriums&#8220;</a>, an dem sich <a href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,650346,00.html">SpOn</a> und <a href="http://www.taz.de/1/politik/bundestagswahl/artikel/1/piraten-fordern-internetminister/">taz</a> schon gerieben haben)  -  könnte es nicht sein, dass in der netzbasierten Parteiorganisation außerhalb des etablierten Spektrums ein genuines Alleinstellungsmerkmal der Piratenpartei liegt?</p>
<p>Beim Blick auf den Online-Wahlkampf bleibt häufig außen vor, dass die Piratenpartei eine völlig andere Strategie verfolgt, als die multimedial hochgerüsteten Audio/Video/SNS-Wahlkämpfe der Bundestagsparteien. Das textlastige Piratenwiki fungiert als eine &#8222;digitale Wirbelsäule&#8220;, umgeben von einer Vielzahl dezentraler Organisations- und Kampagnenplattformen, ergänzt um die schnellen Eingreifmedien Blog und Twitter (und ja: innerhalb dieses manchmal gewöhnungsbedürftigen und eigenwilligen Kosmos herrschen andere Kommunikationsregeln als an populäreren Plätzen im Netz).</p>
<p>Der selbstauferlegte Transparenzanspruch der Piratenpartei treibt dabei bisweilen interessante Blüten: so scheinen sich die einzelnen Landesverbände in einer Art Mobilisierungs-Wettstreit zu befinden, die offen einsehbare Materialsammlung zur Kampagnenorganisation auf lokaler Ebene bietet zugleich Anlass für Jubel und Verzweiflung. Die in der Tat &#8222;nerdige&#8220; Form der Organisation lässt manchmal den Eindruck aufkommen, als könne man hier einer gut vernetzten Gemeinschaft von Rollenspielern bei der termingerechten Erledigung von &#8222;Quests&#8220; zuschauen, stets das nächste Level im Blick. Gelöst wurden bisher  die Aufgaben &#8222;Europawahl&#8220;, &#8222;Zulassung zur Bundestagswahl&#8220;, &#8222;Übernahme der Mehrheiten in Sozialen Netzwerken&#8220;, das Extra-Level &#8222;Gewinnung von öffentlicher Aufmerksamkeit&#8220; wurde etwas holprig erreicht, vielleicht auch unter Zuhilfenahme von &#8222;Cheats&#8220;.</p>
<p>Über die Bewältigung einer der größeren Herausforderungen, die Organisation eines Offline-Wahlkampfs zur Verbreiterung von Unterstützer- und Wählerbasis, hört und liest man nur gelegentlich &#8211; und wenn man nicht in einer der urbanen, studentischen Piratenhochburgen lebt, kommt man außer über die eher konventionellen Kleinplakate außerhalb des Netzes kaum mit der Partei in Berührung.</p>
<p>Doch nun steht das vorerst letzte Level mit dem Endgegner Wahlurne an: &#8222;Bundestagswahl am 27.9.&#8220;.</p>
<p><strong>Sind die Piraten die nächsten Grünen?</strong></p>
<p>Eine weitere beliebte Folie für die Thematisierung der Piratenpartei sind Vergleiche mit der Entstehung der Grünen aus der Umweltbewegung heraus. Immer wieder sind dann klassische Bewegungs- und Parteienforscher zu vernehmen, die den Piraten eine &#8222;edle&#8220; Herkunft aus einer Neuen Sozialen Bewegung nicht zugestehen wollen (hierüber wäre trefflich zu streiten: möglicherweise hat sich sogar in Deutschland eine Art &#8222;digitale Bewegungskultur&#8220; herausgebildet, zum Beispiel im Umfeld der zahlreichen Studierendenstreiks seit Mitte der 1990er Jahre).</p>
<p>Einen interessanten Aspekt hat nun  der Bewegungsforscher Roland Roth im Rahmen einer Radio-Diskussion ins Spiel gebracht &#8211; Aufschluss über die Nachhaltigkeit von &#8222;bewegungsartiger politischer Kommunikation&#8220; könne die Fähigkeit zur &#8222;Milieusprägung&#8220; bilden. Gemeint sind damit die Kanalisierung von Bewegungsenergie in stetige Formen politischer Beteiligung, klassischer Weise waren dies Bürgerinitiativen, Stattzeitungen sowie weitere dezentrale, häufig lokal hergestellte alternative Öffentlichkeiten.</p>
<p>Zu prüfen wäre nun, ob Barcamps, Un-Konferenzen, Social Media Clubs, Meet-Ups, Flash-Mobs und ähnliches nicht genau eine solche Form der &#8222;Verlängerung&#8220; der Bewegungskommunikation sind. Die zugehörige Empirie ist sozialwissenschaftlich im Grunde nicht bekannt, geschweige denn untersucht. Notwendig ist daher eine intensive Prüfung der Genese der Piratenpartei samt ihrer Wurzeln in einer Art &#8222;digitaler sozialer Bewegung&#8220;, die vielleicht heterogener daherkommt, als das die herkömmliche Bewegungsforschung erlaubt.</p>
<p>Aber irgendwo muss das Neue ja herkommen &#8211; und in den seltensten Fällen ist dies das Lehrbuch.</p>
<p><strong>Wohin segeln die Piraten?<br />
</strong></p>
<p>Die nächste spannende Frage reicht über die Bundestagswahl hinaus: wie sieht der weitere Kurs der Piratenpartei aus? Als relativ sicher gilt die Annahme, dass bei der Bundestagswahl die 5%-Hürde nicht erreicht werden kann. Zu kurz war die Vorlaufzeit, bundesweit eine effektive Parteiorganisation aufzubauen, um die nötige Breitenwirkung für einen solchen Wahlerfolg zu erzielen. Gleichwohl benennt das Piraten-Wiki sorgfältig aufgeschlüsselt nach Bundesländern genau jene Kennzahlen, die einen solchen Erfolg an der Urne Realität werden ließen. Realistischer erscheint die Annahme eines Wahlergebnisses, das die Piraten aus der Schar der Kleinstparteien hervorhebt und zu einer sichtbaren Kleinpartei macht. Der eigene Prozent-Balken in einem Diagramm zum Wahlausgang wäre sicher ein großer Erfolg.</p>
<p>Damit verbunden wäre natürlich auch die Ausschüttung der Parteienzuschüsse für eingesammelte Wählerstimmen, auch hierzu gibt das Piraten-Wiki ausführlich Auskunft. Doch wie geht es weiter &#8211; die (voraussichtliche) Planung der weiteren Wahlen in Deutschland zeigt, dass das &#8222;Möglichkeitsfenster&#8220; für einen Wahlerfolg im nächsten Jahr zwar noch offen steht &#8211; allerdings nur ein einziges Mal, nämlich bei der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen im Mai 2010. Und bei dieser Wahl sollten die Piraten mindestens an der 5%-Hürde kratzen oder sie gleich übertreffen &#8211; gelingt dies nicht, scheint die Abwanderung von Führungspersonal und Unterstützern in andere Parteien nicht unwahrscheinlich.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>In eigener Sache: Berlin (jaja&#8230;)</title>
		<link>http://internetundpolitik.wordpress.com/2009/09/23/in-eigener-sache-berlin-jaja/</link>
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		<pubDate>Wed, 23 Sep 2009 17:32:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>internetundpolitik</dc:creator>
				<category><![CDATA[Web 2.0]]></category>

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		<description><![CDATA[Am kommenden Sonntag ist Bundestagswahl. Endlich.
Damit schließt sich nun auch der Sendezyklus der Wahl im Web-Reihe im Jahr 2009 &#8211; ab 17.30 Uhr geht das bewährte Team (@markuskavka, @malte_politicus, @herr_marx ,@fabianpingel und noch eine ganze Reihe weiterer Netscouts) im Alten Telegraphenamt an den Start, wieder in Sichtweite zum großflächigen TV-Studiobereich. Ein prominenter Neuzugang im Chat [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=internetundpolitik.wordpress.com&blog=472189&post=751&subd=internetundpolitik&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p>Am kommenden Sonntag ist Bundestagswahl. Endlich.</p>
<p>Damit schließt sich nun auch der Sendezyklus der <strong>Wahl im Web</strong>-Reihe im Jahr 2009 &#8211; ab 17.30 Uhr geht <strong>das bewährte Team</strong> (@markuskavka, @malte_politicus, @herr_marx ,@fabianpingel und noch eine ganze Reihe weiterer Netscouts) im <strong>Alten Telegraphenamt</strong> an den Start, wieder in Sichtweite zum großflächigen TV-Studiobereich. Ein prominenter Neuzugang im Chat ist <strong>Prof. Dr. Harald Schoen</strong> von der Universität Bamberg.</p>
<p>Bis zur ersten Prognose kurz nach Schließung der Wahllokale werden wir uns vermutlich mit den vorab verbreiteten Zahlen aus den so genannten Exit-Polls beschäftigen (<strong>dieser böse Twitter</strong> wird ganz bestimmt ein paar Prozentzahlen in die Welt hinaus zwitschern). Außerdem gehen dann die <strong>3-Tage-Wach</strong>-Aktionen der Parteien zur Wählermobilisierung zu Ende und im ganzen Land scharen sich dann die Menschen wieder vor dem Fernsehbildschirm &#8211; zum <em>private</em> oder <em>public viewing </em>(für die parteigebundenen Zuschauerparties könnte man noch den Begriff des <em>partisan viewing</em> ergänzen). Im Laufe der Sendung kommen sicher wieder einige Politiker zum Chatten und Twittern vorbei, und dann gibt es ja auch noch die imposanten <span style="text-decoration:line-through;">12</span> ??% der Piratenpartei zu kommentieren &#8211; zwischendurch sollte aber doch noch etwas Zeit für einige Analysen zum diesjährigen Online-Wahlkampf sein.</p>
<p>Reden könnte man ja viel, zum Beispiel über:</p>
<ul>
<li>die frühzeitige Orientierung auf das Internet als Wahlkampfzentrale im Zeichen der Obama-Nachwehen</li>
<li>die bild- und tonlastigen Relaunches der Partei-Homepages im Frühjahr</li>
<li>die großflächig beworbenen (aber nur mittelmäßig erfolgreichen) Unterstützer-Netzwerke aller Bundestagsparteien</li>
<li>die Blüte (und manchmal auch das Verblühen) der Profilseiten in den verschiedenen Sozialen Netzwerken</li>
<li>die Vorreiterrolle der politischen Twitterer gegenüber den Kollegen aus den Bereichen Wirtschaft, Sport oder Unterhaltung</li>
<li>die #zensursula-Kampagne und ihre Auswirkungen auf das Wahljahr</li>
<li>den Untergang des TV-Formates &#8222;Kanzerduell&#8220;</li>
<li>den Aufstieg des Internet-Formates &#8222;Kanzlerduell&#8220;</li>
<li>den rollenspielartigen Wahlkampf der Piratenpartei</li>
<li>die allmähliche Umprogrammierung des Online-Wahlkampfs der Bundestagsparteien zur digitalen TV-Erweiterung</li>
<li>den teilweise fahrlässigen Umgang von Politiker/innen mit der Videokamera</li>
<li>die &#8220; &#8230;und alle so: yeah!&#8220;-Erfahrung von Angela Merkel</li>
<li>die Nutzung von Online-Plattformen als Entscheidungshilfe im Wahlrechtsdickicht</li>
<li>die Medialisierung des Wahltages durch aktive Netzbürger</li>
</ul>
<p>Ach so, und dann sind da ja noch zwei<strong> Landtagswahlen</strong> &#8211; in Schleswig-Holstein und Brandenburg. Hierbei dürfte es sich abermals um <strong>digitale Nebenschauplätze</strong> handeln. Wie schon im August bei den Wahlen im Saarland, Sachsen und Thüringen, dürfte sich hier Zersplitterung des Online-Wahlkampfs zeigen &#8211; relativ kleine Kampagnen-Infrastrukturen produzieren ein weit geringeres Grundrauschen im Netz, zudem überlagert der zeitgleich seinem Höhepunkt zustrebende Bundestagswahlkampf die Arenen im hohen Norden und mittleren Osten der Republik.</p>
<p><strong>Update</strong>: Damit das Wahlwochende ein besonders intensives wird, gibt es gleich noch zwei weitere Termine &#8211; das <a href="http://www.atomsandbits.net">Atoms &amp; Bits-Camp</a> setzt sich auch mit den Fragen der digitalen Gesellschaft auseinander. Am Samstag  arbeite ich zunächst an einer Session zum Thema &#8222;Medialisierung des Wahltags&#8220; mit, am Nachmittag nehme ich im <a href="http://www.betahaus.de">Betahaus</a> an einer Diskussionsrunde des DAAD zum Thema &#8222;Politik 2.0&#8243; teil. Die umfangreiche Tafelrunde ist Bestandteil einer Wahlbeobachterreise durch das ganze Land, die Wissenschaftler aus zahlreichen Nationen an die Schaltstellen der Mediendemokratie führt.</p>
  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/internetundpolitik.wordpress.com/751/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/internetundpolitik.wordpress.com/751/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/internetundpolitik.wordpress.com/751/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/internetundpolitik.wordpress.com/751/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/internetundpolitik.wordpress.com/751/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/internetundpolitik.wordpress.com/751/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/internetundpolitik.wordpress.com/751/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/internetundpolitik.wordpress.com/751/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/internetundpolitik.wordpress.com/751/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/internetundpolitik.wordpress.com/751/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=internetundpolitik.wordpress.com&blog=472189&post=751&subd=internetundpolitik&ref=&feed=1" /></div>]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Endspurt im Online-Wahlkampf</title>
		<link>http://internetundpolitik.wordpress.com/2009/09/17/endspurt-im-online-wahlkampf/</link>
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		<pubDate>Thu, 17 Sep 2009 11:15:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>internetundpolitik</dc:creator>
				<category><![CDATA[In eigener Sache]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Web 2.0]]></category>

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		<description><![CDATA[Nach dem Duell ist vor der Wahl &#8211; schon klar, eine Binsenweisheit, ein politischer Herbergerismus. Trotzdem ein guter Einstieg in die nächste Sammlung von Materialien zum Thema.
Zunächst noch der Verweis auf das Produkt der Liveblog-Bemühungen für das ZDF (dazu zählen auch die entsprechenden Twitter-Mitteilungen, die über mein accout @drbieber laufen mussten). Am Tag nach der [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=internetundpolitik.wordpress.com&blog=472189&post=724&subd=internetundpolitik&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p>Nach dem Duell ist vor der Wahl &#8211; schon klar, eine Binsenweisheit, ein <strong>politischer Herbergerismus</strong>. Trotzdem ein guter Einstieg in die nächste Sammlung von Materialien zum Thema.</p>
<p>Zunächst noch der Verweis auf das<a href="http://blog.zdf.de/tvduell/"> Produkt der Liveblog-Bemühungen</a> für das ZDF (dazu zählen auch die entsprechenden Twitter-Mitteilungen, die über mein accout <a href="http://www.twitter.com/drbieber">@drbieber</a> laufen mussten). Am Tag nach der Debatte sind zudem noch <strong>zwei Texte</strong> entstanden, die meine Eindrücke vom &#8222;Kanzlerduell&#8220; zusammenfassen:  bei <a href="http://carta.info/14783/tv-duell-merkel-steinmeier/">CARTA</a> steht die Perfomance der &#8222;Moderatoren&#8220; im Mittelpunkt, bei <a href="http://blogbar.de/archiv/2009/09/07/ein-journalismus/">Telepolis</a> die Verlängerung der Debatte ins Netz (durch das Publikum, einige Online-Medien und die Politiker, nicht durch die veranstaltenden TV-Sender). Eine Übersetzung des CARTA-Beitrags erscheint außerdem im <a href="http://presidentialdebateblog.blogspot.com/2009/09/breathless-in-berlin-germanys.html">Presidential Debate Blog</a>.</p>
<p>Frisch erschienen ist ein weiteres ausführliches Interview mit <a href="http://derstandard.at/fs/1252036596621/Wie-man-es-macht-kann-man-es-falsch-machen">Der Standard </a>aus Wien, diesmal allgemeiner zum Online-Wahlkampf.</p>
<p>Und schließlich noch <strong>drei Terminhinweise</strong>:</p>
<p>Morgen wird eine weitere Ausgabe für das <strong>SWR2-Forum</strong> aufgezeichnet, dabei geht es um <em>Politik 2.0: die neue Außerparlamentarische Opposition im Internet</em>. Diskutieren darf ich dabei mit <strong>Christoph Bautz</strong> von <a href="http://www.campact.de">campact.de</a> und dem Bewegungsforscher <strong>Roland Roth</strong>. Der Sendetermin steht noch nicht ganz fest, ein Link wird nachgereicht.</p>
<p>Am kommenden <strong>Dienstag</strong> (22.9.) findet in <strong>Berlin</strong> die Unkonferenz <a href="http://www.reboot-d.de/doku.php">REBOOT_D</a> statt. Dort bin ich als Un-Sprecher einer Un-Keynote eingeladen &#8211; bin sehr gespannt, wie sich das gemeinsame Arbeiten zum Thema <em>Digitale Demokratie &#8211; Alles auf Anfang!</em> gestalten wird.</p>
<p>Am selben Tag hat <strong>Frontal21</strong> (<a href="http://frontal21.zdf.de/ZDFde/inhalt/1/0,1872,1001633_idDispatch:8977744,00.html">ZDF</a>) einen Beitrag über &#8222;neuere Formen politischer Beteiligung durch junge Menschen&#8220; (ein genauer Titel steht noch nicht fest) vorgesehen. Vermutlich kommen dabei auch die #zensursula-Kampagne und die Piratenpartei vor &#8211; dazu habe ich zumindest ein paar Sätze in die Kamera gesprochen.</p>
  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/internetundpolitik.wordpress.com/724/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/internetundpolitik.wordpress.com/724/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/internetundpolitik.wordpress.com/724/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/internetundpolitik.wordpress.com/724/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/internetundpolitik.wordpress.com/724/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/internetundpolitik.wordpress.com/724/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/internetundpolitik.wordpress.com/724/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/internetundpolitik.wordpress.com/724/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/internetundpolitik.wordpress.com/724/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/internetundpolitik.wordpress.com/724/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=internetundpolitik.wordpress.com&blog=472189&post=724&subd=internetundpolitik&ref=&feed=1" /></div>]]></content:encoded>
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		<title>Next up: &#8222;Kanzlerduell&#8220;</title>
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		<pubDate>Tue, 08 Sep 2009 08:37:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>internetundpolitik</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Diese Woche ist DuellDebattenwoche.
Am Sonntag um 20.30 Uhr stehen sich Angela Merkel (CDU) und Frank-Walter Steinmeier (SPD) beim so genannten &#8222;Kanzlerduell&#8220; gegenüber &#8211; es ist das insgesamt vierte seit der &#8222;Wiederaufnahme&#8220; von Debattensendungen vor der Bundestagswahl im Jahr 2002. Befragt werden die Kanzlerin und ihr Stellvertreter von Anne Will (ARD), Maybritt Illner (ZDF), Peter Kloeppel [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=internetundpolitik.wordpress.com&blog=472189&post=713&subd=internetundpolitik&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p>Diese Woche ist <span style="text-decoration:line-through;">Duell</span>Debattenwoche.</p>
<p>Am <strong>Sonntag um 20.30 Uhr</strong> stehen sich Angela Merkel (CDU) und Frank-Walter Steinmeier (SPD) beim so genannten &#8222;Kanzlerduell&#8220; gegenüber &#8211; es ist das insgesamt vierte seit der &#8222;Wiederaufnahme&#8220; von Debattensendungen vor der Bundestagswahl im Jahr 2002. Befragt werden die Kanzlerin und ihr Stellvertreter von Anne Will (ARD), Maybritt Illner (ZDF), Peter Kloeppel (RTL) und Peter Limbourg (Sat1), die Sendung dauert 90 Minuten und wird von allen ausrichtenden Sendern übertragen.</p>
<p><img src="http://www.tv-duell-2009.de/images/DasTVDuell_MerkelSteinmeier_start.jpg" alt="" width="400" height="414" /></p>
<p>Bereits das &#8222;offizielle&#8220; Logo zeigt die Problematik des deutschen Debattenformates &#8211; die prominent platzierten Fernsehsender agieren als Ausrichter, organisieren das Medienevent und dominieren dadurch nicht nur optisch die Veranstaltung und deren Ankündigung. Das Fehlen eines unabhängigen Regulativ habe ich <a href="http://internetundpolitik.wordpress.com/2009/05/13/townhall-vs-duell/">hier im Blog</a> sowie <a href="http://presidentialdebateblog.blogspot.com/2008/09/christoph-bieber-duels-without-guns.html">anderswo</a> schon häufig moniert, ich möchte das Klagelied an dieser Stelle nicht nocheinmal anstimmen (zudem hat sich hier zuletzt mit <strong>Lutz Hachmeister</strong> eine sehr einflussreiche Stimme in der deutschen Medienlandschaft <a href="http://medienpolitik.eu/cms/index.php?idcat=52">positioniert</a>).</p>
<p>Stattdessen der <strong>Blick voraus</strong>: ich werde aller Voraussicht nach am Sonntag in Berlin sein und die Debatte für das <strong>ZDF</strong> kommentieren &#8211; <strong>online</strong>. Wenn alles funktioniert, sind ab Donnerstag die ersten Vorlauf-Texte zu lesen. Die eigentliche Live-Coverage startet dann am Sonntag.</p>
<p>Im Laufe der Woche erscheinen zudem <strong>zwei Artikel</strong>, die ich gemeinsam <strong>mit Alan Schroeder</strong> von der Northeastern University in Boston geschrieben habe. Schroeder ist einer der führenden Debatten-Experten in den USA, von ihm stammt das Standardwerk <em>Presidential Debates. 50 Years of High-Risk-TV. </em>Außerdem habe ich Alan für jetzt.de zur Rolle von Live-Blogs während der Debatten <a href="http://jetzt.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/485234">interviewt</a>.</p>
<p><span style="text-decoration:line-through;">Weitere Informationen zur digitalen Debattenbegleitung folgen.</span></p>
<p><strong>Update:</strong> Inzwischen hat die <strong>Vorberichterstattung</strong> begonnen, die &#8222;Debatte-vor-der-Debatte&#8220;, z.B. im <a href="http://derstandard.at/1252036845189/Bundestagswahl-2009-Zwerge-sehen-zu-beim-Duell-der-Giganten">Standard</a> aus Wien und auf den <a href="http://wahl.zdf.de/ZDFheute/inhalt/28/0,3672,7874844,00.html">&#8222;Duell-Sonderseiten&#8220;</a> des ZDF. Einen guten Überblick zur Informationslage vor der Debatte liefern die Kollegen von <a href="http://www.homopoliticus.de/2009/09/10/vor-dem-duell/">Homo Politicus</a>, dort hat Christian Jung (@chris_politicus) auch schon <a href="http://www.homopoliticus.de/2009/09/11/die-sekundanten-des-duells/">wichtige Vorarbeiten</a> für die digitale Debattenbegleitung geleistet.</p>
<p>Außerdem sind noch <strong>weitere Artikel</strong> zum Stand der Dinge im Online-Wahlkampf erschienen, bei <a href="http://www.stern.de/digital/online/bundestagswahl-2009-wahlkrampf-im-web-1508418.html">stern.de</a> mit dem Schwerpunkt Soziale Netzwerke und bei <a href="http://www.focus.de/politik/deutschland/wahlen-2009/bundestagswahl/tid-15491/wahlkampf-shell-laesst-cdu-spot-loeschen_aid_434784.html">Focus.de</a> zum &#8222;gelöschten&#8220; YouTube-Spot der CDU. Einen sehr ausführlichen Überblick bietet auch die gelungene Gegenüberstellung (nicht: Vergleich) mit dem US-Wahlkampf bei der <a href="http://www.dw-world.de/dw/article/0,,4583313,00.html">Deutschen Welle</a>.</p>
  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/internetundpolitik.wordpress.com/713/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/internetundpolitik.wordpress.com/713/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/internetundpolitik.wordpress.com/713/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/internetundpolitik.wordpress.com/713/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/internetundpolitik.wordpress.com/713/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/internetundpolitik.wordpress.com/713/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/internetundpolitik.wordpress.com/713/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/internetundpolitik.wordpress.com/713/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/internetundpolitik.wordpress.com/713/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/internetundpolitik.wordpress.com/713/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=internetundpolitik.wordpress.com&blog=472189&post=713&subd=internetundpolitik&ref=&feed=1" /></div>]]></content:encoded>
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		<title>In eigener Sache: Nachlese</title>
		<link>http://internetundpolitik.wordpress.com/2009/09/05/in-eigener-sache-nachlese/</link>
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		<pubDate>Sat, 05 Sep 2009 08:04:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>internetundpolitik</dc:creator>
				<category><![CDATA[Landtagswahl]]></category>
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		<description><![CDATA[Die Landtagswahlen im Saarland, Sachsen und Thüringen (#sst) im Verbund mit den Kommunalwahlen in Nordrhein-Westfalen (#nrw09) markierten den endgültigen Startschuss für den Bundestagswahlkampf 2009 (#btw09).
Die meisten Beobachter seufzen erleichtert: endlich!

(Ach ja: Eine Zusammenfassung der Ereignisse des Wa(h)lsonntags findet sich hier. Siehe dazu auch die, hm, konstruktive (?) Kritik drüben bei Homo Politicus).
Am Tag nach der [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=internetundpolitik.wordpress.com&blog=472189&post=700&subd=internetundpolitik&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p>Die Landtagswahlen im Saarland, Sachsen und Thüringen (#sst) im Verbund mit den Kommunalwahlen in Nordrhein-Westfalen (#nrw09) markierten den endgültigen <strong>Startschuss für den Bundestagswahlkampf 2009</strong> (#btw09).</p>
<p>Die meisten Beobachter seufzen erleichtert: <strong>endlich!</strong></p>
<p><img class="alignnone" src="http://www.homopoliticus.de/wp-content/uploads/2009/08/wahlimweb.jpg" alt="" width="467" height="172" /></p>
<p>(Ach ja: Eine Zusammenfassung der <strong>Ereignisse des Wa(h)lsonntags</strong> findet sich <a href="http://www.zdf.de/ZDFmediathek/content/830314?inPopup=true">hier</a>. Siehe dazu auch die, hm, konstruktive (?) Kritik drüben bei <a href="http://www.homopoliticus.de/2009/08/30/die-wahl-ohne-web/">Homo Politicus</a>).</p>
<p>Am Tag nach der Wahl hagelte es Anfragen zu einem aus meiner Sicht eher nebensächlichen Thema: der vorzeitigen &#8222;Veröffentlichung&#8220; so genannter Exit-Polls etwa eineinhalb Stunden vor Schließung der Wahllokale. Die im Laufe der Woche folgende öffentliche Entrüstung über das <strong>&#8222;Twitter-Leck&#8220;</strong> oder die <strong>&#8222;Twitter-Panne&#8220;</strong> beschäftigte die alten Medien bis über die Wochenmitte hinaus (die #FAZ reservierte noch am Donnerstag dafür zwei begehrte Plätze auf der <span style="text-decoration:line-through;">Homepage</span> Titelseite). Die Neugier der Agenturen führte schließlich zu einigen eher <strong>abseitigen Erwähnungen</strong>, etwa im schweizerischen Qualitätsblatt <a href="http://www.20min.ch/news/ausland/story/11229817">20minuten</a>, dem <a href="http://news.google.de/news/url?sa=t&amp;ct2=de%2F0_0_s_8_0_t&amp;usg=AFQjCNH_ylwNFVPVdGodDdeuBJF-PMMU6w&amp;cid=1304462526&amp;ei=yYqhSpC1MtCAsAawvYAQ&amp;rt=SEARCH&amp;vm=STANDARD&amp;url=http%3A%2F%2Fwww.nzherald.co.nz%2Ftechnology%2Fnews%2Farticle.cfm%3Fc_id%3D5%26objectid%3D10594496">New Zealand Herald</a> sowie den GulfNews (Link nicht mehr verfügbar). Man beachte hier besonders die <strong>profunde Zitation</strong>!</p>
<p>In Deutschland <strong>schnatterten </strong>die etablierten Pressevertreter um die Wette, mehr oder weniger aufgeregte Berichte gab es zum Beispiel bei <a href="http://www.focus.de/digital/internet/wahlprognosen-die-wahl-wird-nicht-getwittert_aid_431282.html">Focus Online</a>, in der <a href="http://news.google.de/news/url?sa=t&amp;ct2=de%2F0_0_s_1_0_t&amp;usg=AFQjCNEPwypdZF2kwLPpKz_1IUIna6yS2w&amp;cid=1258800741&amp;ei=yYqhSpC1MtCAsAawvYAQ&amp;rt=SEARCH&amp;vm=STANDARD&amp;url=http%3A%2F%2Fwww.sueddeutsche.de%2Fpolitik%2F554%2F485974%2Ftext%2F">Süddeutschen</a>, auf <a href="http://www.heute.de/ZDFheute/inhalt/0/0,3672,7623744,00.html">heute.de</a> oder beim <a href="http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/aerger-ueber-twitter-leck-bei-der-cdu;2451140">Handelsblatt</a> (hier besonders schön: die umgehende <a href="http://blog.handelsblatt.de/indiskretion/eintrag.php?id=2196">Korrektur</a>/Richtigstellung/Zurechtweisung durch den hauseigenen Online-Experten).</p>
<p>Für mich ist diese <strong>&#8222;Medienpanik&#8220;</strong> so etwas wie die Essenz  des Internet-Jahres 2009: im Zeichen von #Zensursula wird das Netz als Bote für die Überbringung von Nachrichten abgestraft, die von vielen nicht wirklich verstanden werden, weil das Verständnis für grundlegende Wirkungsmechanismen der Online-Kommunikation fehlt (<a href="http://twitter.com/drbieber/status/3708793761">dieser Absatz in 140 Zeichen</a>).</p>
<p>Sei´s drum &#8211; der Wahlkampf tritt nun in seine entscheidende Phase und passend dazu sind in der zweiten Wochenhälfte noch einige <strong>weitere Materialien</strong> erschienen: ein längeres, erfreulich positiv kommentiertes <a href="http://www.hr-online.de/website/condlink_gate.jsp?rubrik=48000&amp;key=standard_document_37879880">Interview</a> für <strong>HR-Online</strong>, der erste Teil einer <strong>elektrischen Reportage</strong> aus dem <a href="http://www.elektrischer-reporter.de/elr/video/160/">Maschinenraum des Web-Wahlkampfs</a>, sowie ein weiteres <a href="http://derstandard.at/1252036596621/Internetwahlkampf-Wenigstens-sind-sie-mutig">Gespräch </a>mit dem Wiener <strong>Standard</strong>. Die Radio-Beiträge in <strong>1Live</strong> und dem <strong>RBB/Inforadio</strong> sind nicht mehr online, das längere Kontext-Format (<a href="http://mp3.swr.de/swr2/kontext/2009/08/31/swr2-kontext-20090831-1905.6444m.mp3">mp3</a>) in SWR2 dagegen schon.</p>
<p>Schon etwas älter ist das sehr fundierte <strong>Dossier </strong>der ZEIT über eine neue <a href="http://www.zeit.de/2009/36/DOS-Die-Apolitischen">Oppositionsbewegung</a>, dem Vernehmen nach folgt etwas ähnliches demnächst bei einem großen Nachrichtenmagazin aus Hamburg.</p>
<p><strong>Und was kommt jetzt?</strong> Das eigentliche Medienhighlight des Wahlkampfs steht schon vor der Tür &#8211; am <strong>13. September</strong> findet in Berlin-Adlershof das <strong>so genannte TV-Duell</strong> zwischen Angela Merkel und Frank-Walter Steinmeier statt. Das ist zwar ein &#8222;originäres TV-Format&#8220;, so die Ausrichter ARD, ZDF, RTL, ProSieben.Sat1 &#8211; es wird aber auch Folgen im Internet haben.  Nicht nur bei <a href="http://www.zeit.de/online/2009/36/tv-duell-auch-im-internet">Zattoo</a>. Stay tuned.</p>
  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/internetundpolitik.wordpress.com/700/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/internetundpolitik.wordpress.com/700/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/internetundpolitik.wordpress.com/700/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/internetundpolitik.wordpress.com/700/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/internetundpolitik.wordpress.com/700/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/internetundpolitik.wordpress.com/700/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/internetundpolitik.wordpress.com/700/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/internetundpolitik.wordpress.com/700/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/internetundpolitik.wordpress.com/700/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/internetundpolitik.wordpress.com/700/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=internetundpolitik.wordpress.com&blog=472189&post=700&subd=internetundpolitik&ref=&feed=1" /></div>]]></content:encoded>
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		<title>In eigener Sache: Erfurt</title>
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		<pubDate>Tue, 25 Aug 2009 22:20:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>internetundpolitik</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Am Sonntag ist mal wieder Wahl im Web: im Saarland, Sachsen und Thüringen (Twitter: #sst) finden Wahlen statt. Vier Wochen vor der Bundestagswahl natürlich eine letzte Standortbestimmung, aber vor allem &#8211; Landtagswahlen. Das inzwischen bewährte Format feat. Moderator Markus Kavka erfährt also eine Neuauflage, diesmal wird aus Erfurt gesendet. Als Location dient der Centrum Club [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=internetundpolitik.wordpress.com&blog=472189&post=688&subd=internetundpolitik&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p>Am Sonntag ist mal wieder <a href="http://www.zdf.de/ZDFde/inhalt/16/0,1872,7614224,00.html?dr=1">Wahl im Web</a>: im Saarland, Sachsen und Thüringen (Twitter: <a href="http://search.twitter.com/search?q=%23sst">#sst</a>) finden Wahlen statt. Vier Wochen vor der Bundestagswahl natürlich eine letzte Standortbestimmung, aber vor allem &#8211; Landtagswahlen. Das inzwischen bewährte Format feat. Moderator <a href="http://www.myspace.com/kavkavstheweb">Markus Kavka</a> erfährt also eine Neuauflage, diesmal wird aus Erfurt gesendet. Als Location dient der <a href="http://www.centrum-club.de">Centrum Club</a> &#8211; im thüringischen Landtag, dort wird die Hauptsendung des ZDF produziert, gab es keine geeigneten Räumlichkeiten. Okay, es ist ja auch einiges unterzubringen, schließlich twittern @Herr_Marx, @malte_politicus und @fabianpingel um die Wette, vier Webscouts beobachten die Online-Ereignisse nach 18 Uhr, @markuskavka braucht Auslauf und ich suche mir einen bequemen <span style="text-decoration:line-through;">Lounge-Chair</span> Clubsessel.</p>
<p><strong>Worüber aber wird berichtet?</strong></p>
<p>Die Wahlgebiete haben sich bisher nicht als Klassenbeste in Sachen Internet hervorgetan, der aktuelle <a href="http://www.nonliner-atlas.de/">(N)onliner-Atlas</a> führt die drei Länder auf den Plätzen 1 (Saarland), 2 (Thüringen) und 5 (Sachsen) im <strong>Offliner-Ranking</strong>. Nach der Methodik der Studie sind &#8222;Offliner&#8220; jene Menschen, die das Internet zum Zeitpunkt der Befragung nicht nutzen und auch in den nächsten 12 Monaten keine Online-Nutzung planen. Im Saarland gehören 34,4 % der Befragten in diese Kategorie, in Thüringen sind es 33,6 %, in Sachsen 30,3 %. Am anderen Ende der Skala rangiert Berlin &#8211; in der Hauptstadt verweigern sich nur noch 23,6 % langfristig dem neuen Medium. Möglicherweise herrschen also nicht die besten Bedingungen für das Führen interaktiver Online-Wahlkämpfe auf den beteiligungsorientierten Plattformen des Web 2.0.</p>
<p>Und es gibt noch weitere Überlegungen, die in diese Richtung weisen: in &#8222;#sst&#8220; erzielt die <strong>Linkspartei</strong> zumindest in den Umfragen recht solide Werte &#8211; im Saarland 16 %, in Sachsen 20 % und in Thüringen zuletzt 23% (vgl. die <a href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,623633,00.html">SpOn-Wahlzentrale</a>). Folgt man der <a href="http://www.bpb.de/publikationen/2Z8WJN,3,0,Die_Linkspartei_und_ihre_W%E4hler.html">Analyse der Kollegen Schoen und Falter</a> zur Bundestagswahl 2005, dann darf man davon ausgehen, dass die Linkspartei nicht in erster Linie auf Internet-affine Wähler abzielt:</p>
<blockquote><p>Über mehrere Wahlen hinweg war die PDS von Menschen mit hoher formaler Bildung, Beamten, Angestellten und Arbeitslosen bevorzugt gewählt worden, wobei es sich häufig um ehemals Privilegierte des DDR-Systems gehandelt hatte. Arbeiter und Personen mit niedriger formaler Bildung, die als gleichsam natürliche Wähler einer traditionellen Linkspartei erscheinen könnten, zeigten sich dagegen der PDS gegenüber relativ reserviert. Das änderte sich 2005. Nun stimmten Menschen mit formal niedriger Bildung, Arbeitslose und Arbeiter überdurchschnittlich häufig für die Linkspartei. Der Linkspartei.PDS ist es also 2005 gelungen, verstärkt in soziale Gruppen vorzudringen, die ihr vorher eher fern gestanden hatten. Gemessen an ihrer Attraktivität in verschiedenen sozialen Gruppen, hat sie sich &#8211; überspitzt formuliert &#8211; von einer Elitenpartei in Richtung einer Unterschichtpartei entwickelt.</p></blockquote>
<p>Zu verbinden ist diese Darstellung mit den Resultaten der <a href="http://www.ard-zdf-onlinestudie.de/fileadmin/Online09/Gerhards_7_09.pdf">ARD/ZDF-Offlinestudie 2009</a> &#8211; neben dem Alter wird dort auf den Bildungsgrad als wesentlicher Grund für die Internet-Abstinenz verwiesen:</p>
<blockquote><p>Nicht nur durch das höhere Alter, sondern auch durch die Nicht-Berufstätigkeit lassen sich die Offliner charakterisieren. Auch wenn der Anteil unter  den Nicht-Berufstätigen seit Jahren sinkt, so sind es 2009 immer noch knapp zwei Drittel in dieser  Gruppe, die kein Internet nutzen – vor fünf Jahren aren es noch über drei Viertel. Damit zeigt sich erneut der starke Zusammenhang zwischen Internetnutzung und Beruf.</p></blockquote>
<p>Unmittelbar gekoppelt mit den Zahlen der Linkspartei sind aber die Werte für die <strong>SPD</strong> &#8211; bisher stets eine tragende Säule mit Blick auf den Online-Wahlkampf. Während sich im Saarland der &#8222;neue Mann&#8220; Heiko Maas noch halbwegs stabil (26 %) als Haupt-Herausforderer von Ministerpräsident Peter Müller präsentiert und vor allem mit einigen <a href="http://www.youtube.com/wirmachenstv">formal auffälligen YouTube-Videos</a> punktet, sind die Sozialdemokraten in Sachsen (20 %) und Thüringen (14 %) nur noch dritte Kraft. Weitaus stärker als die dürftigen Prognosen wirkt sich aber die dünne Personaldecke auf die Online-Performance aus &#8211; die einfache Formel lautet hier: weniger Parteimitglieder, weniger Online-Wahlkampf. Der thüringische Landesverband notiert im Juli 2009 nur 4.374 Mitglieder, in Sachsen sind es mit 4.230 potenziellen Bloggern, Twitterern oder Facebook-Freunden mit Parteibuch sogar noch etwas weniger. Geradezu opulent mutet dagegen das Reservoir im Saarland an, dort sind zum 31.7.2009 immerhin noch 21.593 Genossen <a href="http://www.etracker.de/lnkcnt.php?et=TysP23&amp;url=http://www.spd.de/de/pdf/mitglieder/090731_Mitgliederbestand.pdf&amp;title=&amp;lnkname=material--/de/pdf/mitglieder/090731_Mitgliederbestand.pdf">registriert</a>.</p>
<p>Doch auch die anderen Parteien machen nicht unbedingt durch forcierte Digitalisierung auf sich aufmerksam &#8211; und warum auch? Gleich mehrere Kontextbedingungen begünstigen einen klassischen Medienwahlkampf und auch der <strong>Obama-Effekt</strong> scheint allmählich nachzulassen. Nicht mehr jede Online-Aktivität deutscher Politiker &#8211; zumal auf Landesebene &#8211; wird in eine Reihe mit der spektakulär erfolgreichen Internet-Kampagne des US-Präsidenten gestellt. Ein Grund dafür ist sicher der größere zeitliche Abstand zur <em>Obamania</em> zu Jahresbeginn, ein anderer Grund trägt den Doppelnamen <strong>Schäfer-Gümbel</strong>. Gerade Landespolitiker müssen seit dem hessischen Landtagswahlkampf im Januar mit der gewagten, aber letztlich erfolgreichen Internet-Strategie von <a href="http://www.twitter.com/tsghessen">@tsghessen</a> konkurrieren &#8211; das #sst-Spitzenpersonal aber unternimmt erst gar nicht den Versuch, die Online-Aktivitäten in ähnlicher Weise ins Zentrum der Kampagne zu stellen wie der an der Urne zwar unterlegene, in der eigenen Partei aber gefestigte Mittelhesse.</p>
<p>Angesichts solcher Rahmenbedingungen führt die Recherche fast automatisch in Richtung der <strong>Piratenpartei</strong> &#8211; doch ach: die netzaffine Bande führt einzig in Sachsen ihre Armada in die Schlacht (sorry, diese Seefahrts-Metaphern schreiben sich fast von alleine). In den beiden anderen Bundesländern führt dies zu einer Annäherung an die <strong>Grünen</strong> &#8211; während man sich in Thüringen zu einer <a href="http://www.heise.de/newsticker/Thueringen-Piratenpartei-kooperiert-mit-Gruenen--/meldung/144030">durchaus formalen Kooperation</a> durchringen konnte, sieht das im Saarland noch <a href="https://twitter.com/Gruene_Saar/status/3532769938">etwas anders</a> aus. In Sachsen dagegen steht die Piratenpartei am 30. August sehr wohl auf dem Stimmzettel, allerdings nicht am 27. September. Die <a href="http://www.piratenpartei.de/node/832/21270">Begründung</a> dafür lautet:</p>
<blockquote><p>Der Landesverband Sachsen, erst am 08.08.2008 gegründet und deswegen noch in der Aufbauphase, sah sich, konfrontiert mit der am 30. August und damit fast zeitgleich mit der Bundestagswahl stattfindenden Landtagswahl, außerstande, beide Ereignisse ihrer Wichtigkeit gemäß zu bearbeiten und entschloss sich deshalb auf eine Teilnahme an der Bundestagswahl zu verzichten.</p></blockquote>
<p>Wie clever diese Entscheidung gewesen ist, wird sich zeigen &#8211; die Debatte um das &#8222;Zugangserschwerungsgesetz&#8220; jedenfalls hat in Ursula von der Leyen (aka <a href="http://search.twitter.com/search?q=%23zensursula">#Zensursula</a>) ihre Personifizierung gefunden, gilt aber vor allem als bundespolitisches Thema.</p>
<p>All diese Faktoren deuten zwar darauf hin, dass die &#8222;Wahl im Web&#8220; sich am Sonntag mit einem <strong>Online-Wahlkampf in der Offline-Zone</strong> auseinandersetzen muss. Ich würde sagen, es gibt schlechtere Ausgangspositionen für einen spannenden Wahlabend im Netz.</p>
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