Vorlesung: Online-Wahlen

Die unterschiedlichen Verfahren zur internet-gestützten Stimmab- und weitergabe stehen im Zentrum der Vorlesung. Dabei werden grundlegende Unterschiede „digitaler Wahlkulturen“ erarbeitet, u.a. anhand von Beispielen aus den USA (MIT/Caltech-Forschungsprojekt), der Schweiz (Online-Demo, Zürich), Deutschland (i-vote, Osnabrück) und den Niederlanden (Protestaktion gegen Wahlmaschinen). Ein wesentliches Argument zur politikwissenschaftlichen Bewertung der Diskussion liefert die Einbettung der computergestützten Stimmabgabe in eine umfassende Konzeptualisierung des Wahlprozesses, der nicht allein als „technologische Prozedur“ verstanden werden darf.

Das Kennwort für den Foliensatz ist das niederländische Wort für „Wahlmaschine“ (Kleinschreibung).

Update (3.1.2007): Ein längerer Artikel in der FAZ („E-Wahlen – Wie sicher sind Wahlcomputer?“ immerhin auf der Titelseite) bestätigt die Techniklastigkeit der Debatte – den Anlass liefern diverse Zweifel an der Korrektheit der letzten Bundestagswahl, die Prüf- und Genehmigungsverfahren von Wahlmaschinen sowie die in der Vorlesung vorgestellte Petition zur Änderung des Wahlgesetzes. Zu Wort kommen im Text – beinahe schon konsequenter Weise – keine Politikwissenschaftler…

Grundsätzlicheres zur Rolle von Computer in Politik, Wirtschaft, Gesellschaft, Fernsehen und überhaupt erfährt man allerdings im Feuilleton: nämlich in der Ankündigungsbesprechung „Der göttliche Computer“ zur fünften Staffel von „24“ (ab heute immer Mittwochs von 21.10 Uhr bis Mitternacht).

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