In eigener Sache: San Francisco

Seit ein paar Tagen und noch bis Anfang Oktober bin ich im wissenschaftlichen Auslandseinsatz – der Arbeitsplatz konnte dank der Dotierung des letztjährigen Preises der Justus-Liebig-Universität zumindest zeitweise nach San Francisco verlegt werden.

Von hier aus werde ich nun einigen Entwicklungen des Online-Wahlkampfes um das Weiße Haus nachgehen – d.h. vor allem stehen drei Bereiche im Vordergrund:

Social Campaigning – die forcierte Nutzung neuerer und neuester Formen von Online-Kommunikation, was insbesondere auf die Integration von Social Network Sites in die Kampagnenplanungen hinausläuft. In diesem Zusammenhang habe ich auch versuchsweise einen Twitter-Account aufgesetzt, denn in den nächsten Tagen gibt es wohl die Gelegenheit für ein Interview am Firmensitz – wie schätzen wohl die Gründer die politische Nutzung ihres Services ein? Außerdem stehen auf dem Programm Visiten im Silicon Valley bei Google, Facebook und evtl. auch flickr.com.

Digital Debates – der laufende Präsidentschaftswahlkampf sieht vermutlich die letzten klassischen TV-Debatten (Duelle sagt man hier nicht), und bereits in den primaries des Frühjahres begann das Fernsehformat zugunsten interaktiver Elemente und Versuchsballons aufzuweichen. Die vier im September und Oktober angesetzten Debatten werden voraussichtlich eine Verschärfung dieses Trends zeigen, besonders deutlich wird dies am Beispiel der „Second Presidential Debate“ am 7. Oktober – hier wurde bereits eine educational partnership mit myspace.com eingerichtet, um die Diskussion (ein Townhall-Format) innovativ „ins Internet zu übertragen“.

Electronic Voting – ein Dauerthema auch in den USA, wobei am Standort Kalifornien in diesem Jahr eine Konkurrenz zwischen e-voting und absentee voting zu beobachten ist. Aufgrund der z.T. massiven Sicherheitslücken und diverser Pannen hat die zuständige Wahlbehörde in Sacramento Auflagen für den Einsatz von Wahlgeräten verabschiedet, die vermutlich zu einem Rückgang der Elektronifizierung der Wahllokale führen werden. Allerdings: gleichzeitig findet eine groß angelegte Kampagne für die Briefwahl statt – bei der jedoch auch eine automatisierte Auszählung stattfindet. Befeuert wird die Diskussion durch den Start eines Dokumentarfilms, der offenbar in der Michael Moore-Tradition steht: Stealing America – Vote by Vote (unverkennbar sind aber auch Anleihen beim Klassiker Hacking Democracy). (Update: gerade gesehen – passend zum Thema ist Hacking Democracy für Oktober/November auf HBO angekündigt.)

Zu diesen drei, vermutlich aber auch anderen Segmenten aus dem US-amerikanischen Wahlkampf gibt es in den kommenden Wochen Beiträge auf verschiedenen Kanälen, zum Teil hier im Blog, gelegentlich auch drüben bei den Blogpiloten, bei politik-digital evtl. auch anderswo. Kleinere Infobites werden getwittert.

Stay tuned, keep following.

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Eine Antwort to “In eigener Sache: San Francisco”

  1. Chefkoch Says:

    Happy Twittering, hoffe es findet ein besseres Ende für dich als für Hubertus ;)

    *bookmarked*

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