Election Countdown: Monday (PM-Edition)

Presidency 2.0

Pünktlich zum Wahltag mehren sich also die Fragen, was nach dem 4. November aus dem gigantischen online effort der Kandidaten wird – wie wird die Transition to Presidency genau aussehen, die Mark Drapeau hier vorausschauend skizziert hat?

Update #1: nun liegt bereits der zweite Beitrag zum Thema vor, David Lazer fragt What Happens to the Obama Network after the Election?

Update #2: Jetzt wird es noch etwas kleinteiliger, weil empirischer. Micah Sifry dokumentiert Teile einer E-Mail-Konversation, die den Schluss nahelegen, dass sich das Obama-Netzwerk bereits zu verselbständigen beginnt – ohne den Wahlausgang abzuwarten.

Während sich Mark Drapeau vor allem mit den Möglichkeiten und Notwendigkeiten des Technologie-Einsatzes innerhalb des Regierungsapparates (und zwischen alten und neuen Regierungsmitarbeitern) auseinandersetzt, finden die Bürger in seiner Aufzählung zu spät (im letzten Absatz) und zu kurz Erwähnung:

Finally, citizens should be engaged in the transition process, and understand what increased risks there may be during that period. In an increasingly fragmented media and information society, that level of engagement requires more than a press release and newspaper coverage. It means full multimedia engagement using blogging, speeches, informal gatherings, mobile technologies, podcasts, online video, and widgets. The outreach should also use social tools that allow bidirectional conversation, increasing citizen participation and interest in government.

Schön und gut, die volle Portion Online-Nutzung gehört sicher in das Portfolio künftiger Regierungen, doch das ist im Grunde nicht neu und eine klare Strategie, wie eine solche web-based presidency aussehen könnte, wird nicht erkennbar. Doch das muss auch gar nicht sein, betont Andrew Rasiej, Kopf hinter dem einflussreichen Tagungsformat Personal Democracy Forum und eine der schillerndsten Figuren im aktuellen E-Democracy-Zirkus, im eiligen Gespräch zwischen diversen Medienterminen am Tag vor der Wahl.

Die Fortsetzung bzw. Ausarbeitung des Textes ist im Artikel Application Democracy? bei Telepolis zu lesen.

Monday Night Football

Der Vorabend der Wahl ist den USA immer ein Montag – und daher ein Football-Abend. Erstmals (seit immerhin zehn Wahlzyklen, bemerkt die New York Times) sind nun beide Kandidaten in der TV-Übertragung zu sehen (Spiegel Online, aufgepasst: noch mehr unterhaltungsorientierte Politik in den USA! Skandal!). Passenderweise fand das Montagsspiel in Washington statt, doch aufgrund der Kampagnen-Odyssee, die beide Kandidaten in mehrere umkämpfte Bundesstaaten führte, wurden jedoch nur vorproduzierte Interviews ausgestrahlt (zu sehen via ESPN.com), deren Reihenfolge per Münzwurf ermittelt worden war.

Saturday Night Live Presidential Bash

Die zweistündige Sonderausgabe der Comdey-Sendung (Spiegel Online: „Postmoderner Polit-Overkill“) ist gerade vorbei, bei Twitter trudeln die ersten Feedbacks ein. Die neu versendeten Videos scheinen nicht noch mehr „Wahnsinn“ (SpOn) auszulösen, im Gegenteil, für viele Nutzer scheinen die Gags eher schal zu wirken. Es ist wohl an der Zeit, dass nun – endlich – gewählt werden kann. Trotzdem: hier der Vollständigkeit halber das köstliche Endorsement von „George W. Bush“.

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