New York loves Obama

Eigentlich ist in New York die vorzeitige Stimmabgabe verboten, denn die Wahlgesetzgebung gilt als überholt und restriktiv. So beschwerte sich vor kurzem Jeffrey M. Wice, Jura-Professor an der Hofstra University auf Long Island:

Our state’s election laws are among the most restrictive in the nation. Unlike voters in a growing number of states across the country, New Yorkers cannot register on Election Day and vote in that election – we must register a month or more in advance. A New Yorker who wishes to vote on an actual voting machine has only one day, Election Day, to do it. Many other states allow their citizens a so-called early voting period. And New Yorkers seeking to vote absentee are still required to justify their request with a restricted list of acceptable reasons.

Die New Yorker selbst kümmert das jedoch wenig, denn man erkennt sofort, für wen die Stadt bereits abgestimmt hat. Gegen die Dominanz Obama-freundlicher Plakate, Slogans oder Schaufensterdekorationen verblasst auch das offizielle Endorsement der New York Times. Eine vollkommen unvollständige Auswahl, die auch als Bildstrecke schön aussehen würde:

GAP (Mode), Broadway: No Vote, No Love (Text auf Schaufenster, noch etwas unspezifisch).

Jack Rabbit (Sportwaren), W 14 St.: T-Shirt mit Obama-Bildmotiv und Text Obamathon (okay, gibt´s auch in McCainathon-Ausführung).

Character (Schreibwaren und Design), Prince St.: die Schaufensterauslage (Stifte, Papier, Blöcke etc.) ist zusätzlich mit Obama-Fotos, -Ausrisse und -Postkarten, -Sticker und -Pins dekoriert.

Kiki de Montparnasse (Lingerie), Greene St.: Hope is sexy, vote Kiki de Montparnasse (Text auf Schaufenster, durch das „O“ schaut man direkt in das Gesicht einer leicht bekleideten Schaufensterpuppe).

Leica Gallery (Kunst), Broadway: Die Ausstellung Obama – The Historic Campaign Photos läuft bis 8. November.

Temptations Island (Nightclub), verschiedene Orte: großflächige Plakate machen mit Obama-Logo und dem Slogan New York Loves Obama auf, verweisen aber nicht auf eine konkrete Veranstaltung (Wahlparty?).

John Varvatos (Mode), Grand St.: der Türsteher wünscht einen schönen Abend und ergänzt: Don´t forget to vote on Tuesday! Auf die Frage, wenn man denn wählen soll, grinst er breit: I vote the Obama-man!

Artbreak Gallery (Kunst), Brooklyn: Fundraising für die Obama-Kampagne unter dem Titel Gallery of Hope – Obama 08 (bis zum 5. November).

Brooklyn Industries (Mode), Broadway: sämtlich (normal dekorierten) Schaufensterpuppen tragen Obama-Masken.

Village Voice (Stadtmagazin), überall: die liebevollen spoofs des Obama/Hope-Icon von Shepard Farey sind natürlich als Tribute to Barack Obama zu verstehen. Mein Favorit aus der 25er-Serie: Alfred E. Obama.

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