PowerPoint ins Klassenzimmer?

Wie wir ja längst wissen, macht PowerPoint dumm und sorgt mittelfristig für den Untergang des Abendlandes (vgl. diverse Artikel in diesem Blog). Nun aber liest man in der neu sortierten FAZ auf der Seite „Forschung und Lehre“, dass der Umgang mit Präsentationsprogrammen durchaus ins Curriculum gehört – schon allein deswegen, weil die Nutzung aus dem Unterricht längst nicht mehr wegzudenken ist.

In seinem erfrischend unaufgeregten Beitrag erläutert der Bonner Theologe Wolfram Kinzig die Problematik anhand seiner privatempirischen Erfahrungen – die Kinder erhalten vage Rechercheaufträge zu verschiedenen Themen, sollen „im Internet“ nach Informationen suchen und sie dann im Unterricht vorstellen. Ähnlich wie in der universitären Ausbildung hat für die Ergebnispräsentation die Nutzung von PowerPoint den althergebrachten Displaytechniken „Tafel“ oder „Overheadprojektor“ längst den Rang abgelaufen. Und ebenso wie im Elfenbeinturm ist auch in der Schule eine gewisse Schieflage festzustellen:

Viele Lehrer sind nicht einmal in der Lage, eine von einem Schüler vorbereitete Präsentation vorzuführen, sei es, dass hierzu die notwendige EDV-Ausstattung nicht zur Verfügung steht, sei es, dass ihnen das notwendige technische Knowhow fehlt.

Anders als die meisten, betont kritisch formulierten Einwürfe zum Thema liefert der kleine Text Wer lehrt die Kinder googeln? mit wenig Aufwand einige gute Argumente für einen aufgeschlossenen, aufgeklärten Umgang mit der teuflischen Software des bösen Microsoft-Imperiums.

Warum geht das nicht öfter so?

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