In eigener Sache: Salzhemmendorf

Am Freitag, dem 1. Oktober ist mein neues Buch politik digital. Online zum Wähler im Blumenkamp Verlag (Salzhemmendorf) erschienen. Hurra! Ich halte es dazu mit Helge Schneider: Das ist ein gutes Buch, der Autor hat es selbst geschrieben.

Update: Es sind bereits einige Passagen aus dem Buch vorab zu lesen – selbstverständlich bei politik-digital.de, außerdem auf CARTA, Telepolis folgt Anfang nächster Woche und politik & kommunikation (bisher nur Print). Schließlich hat auch die neue Plattform regierungsforschung.de an der Duisburger NRW School of Government einen Auszug übernommen.

Rezensionen
Wie nicht anders zu erwarten, erscheinen die ersten Besprechungen zum Buch zuerst online: politik-digital.de und regierungsforschung.de halten den band für einigermaßen lesbar, außerdem hat Stephan Zeidler etwas zum Buch gebloggt.

Interviews (Text)
Das erste Begleit-Interview ist bei den Netzpiloten erschienen. Nach gründlicher Lektüre hat Thomas Pfeiffer (@codeispoetry) für webevangelisten.de einige Fragen gestellt.

Interviews (Audio)
Bereits kurz vor der Veröffentlichung des Buchs war ich Gast im Kulturgespräch bei SWR 2, die Themen waren die YouTube-Biennale in New York und die Folgen der Wikileaks-Veröffentlichungen für Demokratie und Öffentlichkeit. der Sendung Trackback von Radio Fritz/RBB habe ich versucht, die Online-Proteste rund um Stuttgart 21 in Bezug zu den Demonstrationen vor Ort zu setzen.

Tweets zum Buch
Ein schöner Hinweis zur Covergestaltung kam umgehend von @nico: „das ist ja ein gruselcover. gibt es das auch on parteipolitischen variationen?“

Auch gut gefallen hat mir die Antwort von @Stadt_FFM auf meine Frage zum behördeninternen Umgang mit dem Buch: „Das geht bei uns im Umlaufverfahren: Buch zwischen zwei Aktendeckel und einmal rumgeschoben…. :-) #verwaltung2.0 #bieberbuch“

Außerdem gibt es schon mehrere Fotos des Buchs auf diversen Schreibtischen: @malte_politicus, @JanSchmidt und @BastianDietz haben vorgelegt. Ich hoffe auf weitere Bildbeweise!

(Fortsetzung des Einstiegsabsatzes)

Im Ernst – das Schreiben daran hat viel Spaß gemacht, weil ich die Dinge, die ich in den letzten Jahren vor allem aus wissenschaftlicher Perspektive betrachtet habe, auf eine etwas andere Art darstellen konnte. Trotzdem sind noch immer einige Fußnoten (aka „Anmerkungen“) hinein geraten, aber die sollten den Lesefluss eigentlich nicht allzu sehr stören.

Natürlich kann man fragen, warum man Ende 2010 noch ein Buch über Ereignisse veröffentlicht, die nach Internet-Maßstäben beinahe schon Jahrzehnte zurück liegen. Der Online-Wahlkampf in den USA, die Zensursula-Kampagne und selbst der Aufstieg der Piratenpartei sind für viele wohl schon die sprichwörtlichen „ollen Kamellen“. Gerade die Gespräche auf dem Weg zum Buch (und das waren einige) haben gezeigt, dass sich eine solche Publikation doch noch lohnen könnte (und die Lektüre natürlich auch ;-).

Es gibt aber auch noch Themen im Buch, deren Zeit erst noch kommt. Wahlcomputer sind eine solche Sache, aber auch die künftige Organisation von Parteien. In diesen Tagen diskutiert man in den USA zum Beispiel über die Stärke von „Online-Linken“ und „Online-Rechten“, die sich vor allem in Gestalt der Obama-nahen Gruppierung Organizing for America und den Tea Party Patriots an den jeweiligen Enden des politischen Spektrums gegenüberstehen. Das spannende an einer deutschen Perspektive ist, dass es sich hier um zwei Netzwerke handelt, die in groben Zügen einer Organisationsstruktur folgen, die den hiesigen Mitgliederparteien ähnlich ist. Und denen geht es bekanntermaßen gar nicht gut – mit Ausnahme vielleicht der Grünen, deren Aufschwung so heftig daher kommt, dass die Angaben zu den Mitgliederzahlen im Buch bereits weit hinterherhinken.

Ich würde ja vermuten, dass gerade das Kapitel über die „Medialisierung des Wählens“ recht kontrovers diskutiert werden wird – schließlich ist das Image von Wahlcomputern in Deutschland eher schlecht. Dass das nicht überall der Fall ist, zeigen zum Beispiel die Wahlen in Brasilien: dort wird seit Beginn des Jahrtausends auf die Nutzung von Wahlcomputern gesetzt, bei der diesjährigen Wahl beginnt man darüber hinaus mit der biometrischen Erfassung der Bürger für ein neues Wählerregister.

Hier im Blog werde ich die – hoffentlich zahlreichen – Reaktionen auf das Buch dokumentieren und auf die ein oder andere Veranstaltung hinweisen, die in den nächsten Wochen dazu auf dem Programm steht.

An dieser Stelle vielen Dank an meine Verlegerin Katrin Blumenkamp, die trotz einer weiteren, ungleich wichtigeren Publikation („Marlene“) noch Zeit für die sorgfältige Betreuung des Manuskripts hat finden können. Die Gestaltung des Covers und der Aufschlagseiten stammt von Martina Schlenke, auch dafür vielen Dank! (Auf den Pixel als tragendes Designelement haben wir uns übrigens deutlich vor dem Sommerloch-Hype um Google Streetview geeinigt).

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5 Antworten to “In eigener Sache: Salzhemmendorf”

  1. Jan Says:

    Ein Dreifach „Hurra!“ auf das Erscheinen, herzlichen Glückwunsch.. :-)

  2. internetundpolitik Says:

    Vielen Dank! Und sofort wird mir ein schwer wiegender Fehler bzw. ein Versäumnis klar. Ich sage nur: „Desoxyribonukleinsäure“.

  3. Clemens Says:

    Glückwunsch. Der Titel, so naheliegend ;-))

  4. Knut Says:

    Und, große Präsentation auf der Buchmesse in Frankfurt?

  5. internetundpolitik Says:

    ach, die buchmesse ist mir zu hektisch. und eher ´was für literarische frühlingshoffnungen ;-)

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