Archive for the ‘Vorlesung’ Category

In eigener Sache: Forschungssemester

Donnerstag, 6. Oktober 2016

So. Nun ist es also so weit – seit dem vergangenen Samstag (1. Oktober) bin ich offiziell im Forschungssemester. Ich habe das Formular nach § 40 Hochschulgesetz (NRW) ordnungsgemäß ausgefüllt und die Kolleg:innen hier an der UDE haben meinem Antrag auch zugestimmt. Yay!

Das heißt gleichzeitig: ich bin seit mindestens acht Semestern in der Lehre tätig gewesen (genau genommen waren es bereits elf) – es ist wohl irgendwie auch an der Zeit. Seit der Berufung im Sommersemester 2011 habe ich 36 Lehrveranstaltungen angeboten (Vorlesungen, Seminare, Übungen etc.) und in dieser Zeit 76 Gutachten für diverse Abschlussarbeiten geschrieben. Die Zahl korrigierter Hausarbeiten und Klausuren möchte ich lieber gar nicht genau wissen (die Bretter im Archivschrank biegen sich langsam), dazu gab es ja auch noch mündliche Prüfungen und alljährlich die Auswahlgespräche für unseren Master-Studiengang Politikmanagement an der NRW School of Governance… Damit hier keine Missverständnisse aufkommen: ich bin sehr gerne in der Lehre aktiv und freue mich jedes Mal auf den Semesterstart, das Diskutieren mit den Studierenden entlang einer insgesamt doch recht frei zu gestaltenden Agenda macht nach wie vor großen Spaß.

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In eigener Sache II: Vortrag in Münster

Sonntag, 9. Dezember 2007

Im Rahmen der Ringvorlesung „Internet Gesellschaft – Wie verändert das Internet unser Leben und die Gesellschaft“ am Institut für Soziologie an der Universität Münster wurde ich gebeten, einen Beitrag aus der Perspektive der Politikwissenschaft zu liefern. Die Veranstaltungsreihe wird begleitet durch ein Weblog, das auch präzisere Terminhinweise sowie Materialien zu bereits gehaltenen Vorträgen enthält.

Unter dem Titel „Politik im Netz: Die politische Dimension des Internet“ werde ich mich am 10. Dezember 2007 (18 Uhr, für Ortskundige: Scharnhorststraße 100, Hörsaal SCH2) insbesondere mit der Online-Nutzung durch politische Parteien beschäftigen und dazu einige (alte und neue) Beispiele präsentieren. Begleitend zum Vortrag soll eine Aufnahme enstehen (Audio? Video?) , die als Interview und/oder als Podcast aufbereitet wird. Weitere Informationen folgen.

(Eigentlich ist dieses posting wohl ein Fall für dopplr – aber da ich mich damit nun noch gar nicht auskenne, verweise ich lediglich auf ein kurzes Projekt-Portrait des Kollegen Büffel drüben bei den Blogpiloten.)

Wieder da: politikon.org

Montag, 15. Oktober 2007

Nach dem ordentlichen Fehlschlag aus den Jahren 2000 bis 2003 meldet sich mit PolitikOn ein ambitioniertes Projekt aus dem Bereich der mediengestützten Wissenschaftsvermittlung zurück. Pünktlich zum Beginn des Wintersemesters grüßt der neue Koordinator des Projektrates, Prof. Dr. Ralf Kleinfeld von der Universität Osnabrück in die Weiten des Internet:

„Hier werden zusammen mit der Deutschen Vereinigung für Politische Wissenschaft (DVPW) Lerninhalte für die Lehre an Universitäten und zum Selbststudium publiziert. Daher richtet sich dieses Portal vor allem an Lehrende im Bereich der Politikwissenschaft. Aber auch Studierende, Journalisten und politikwissenschaftlich interessierte Personen finden vor allem auf unserer Lernplattform interessante Materialien, die für das Selbststudium geeignet sind.“

Mit dem Wintersemester beginnt die so genannten Schnupperphase, in der allerdings auch nur zahlungswillige Interessenten ihre Nase in das Online-Angebot stecken dürfen: institutionelle Nutzer (z.B. politikwissenschaftliche Institute) zahlen für eine Gruppenlizenz nicht ganz unerhebliche 250 Euro; für einzelne Lehrende oder Studierende kostet die Vollversion noch 25 Euro; schließlich ist noch ein Teilzugang für Privatnutzer für 5 Euro je Semester möglich. Ab dem kommenden Sommersemester gelten dann die offiziellen Tarife, die in etwa doppelt so hoch sind wie in der Schnupperphase.

Das Materialangebot dieser umfassenden Lehreinheit ist zu umfangreich, als dass man schon jetzt (und von außen) eine ordentliche Bewertung vornehmen könnte. Deutlich wird allerdings schon jetzt, dass die Konzeption gerade nicht als PolitikON 2.0 angelegt ist: die Plattform ist ein typisches Top-Down-Angebot, dass in einer relativ hierarchischen Struktur organisiert ist. Man wird sehen, wie sich dieser Ansatz mit den zahlreichen, häufig auf dezentrale Impulse setzenden Initiativen der Internet-basierten Lehre vertragen wird (von einem Echo in StudiVZ mag ich gar nicht erst reden).

Der stolze Hinweis, dass die Plattform deutschlandweit ihresgleichen suche, stimmt auch ein wenig nachdenklich: „Die Politikwissenschaft ist (…) nach wie vor die einzige wissenschaftliche Disziplin, die Studieninhalte für die wissenschaftliche Erstausbildung in der vollen Breite des Faches und geprüft durch die eigene „community“ als Online-Angebot vorhält.“

Neben dem gewöhnungsbedürftigen Begriff der „wissenschaftlichen Erstausbildung“ (Erstversorgung..? Grundausbildung…?) kann man sich des Eindrucks nicht vollständig erwehren, dass andere Disziplinen gute Gründe dafür haben, ein solches Angebot dem Markt vorzuenthalten. Keineswegs nur in der Politikwissenschaft ist das Genre der „Wissenschaftlichen Einführung“ hart umkämpft und Jahr für Jahr spülen die Fachverlage neue Titel in die Regale. Auch die Preisgestaltung lässt daran denken, dass hier eine neue Sorte Online-Einführungsband an den Start geht, der sich eben nicht nur gegen digitale Konkurrenz behaupten muss.

Kommentare und Erfahrungen werden gerne entgegengenommen, die Site bleibt unter Beobachtung.

Nummer 976

Donnerstag, 5. April 2007

Die „Geek Tour“ an diverse Stätten der Internet- und Technologiegeschichte ist (leider) abgeschlossen. Oben ein erstes Fundstück, weitere werden in loser Folge und unter gelegentlicher Kommentierung folgen. Die „Geburtstafel“ des Silicon Valley findet sich im übrigen in einer netten, leicht spießigen Wohngegend in Palo Alto. In einem Vorgarten.

Die Garage im Hinterhof hat inzwischen einen neuen Anstrich erhalten, und sieht längst nicht mehr so aus wie hier, auf den Seiten des privaten Online-Guides ageekstour.com. Bild folgt in Kürze.

Klausureinsicht // Abwesenheitsnotiz

Sonntag, 18. März 2007

Klausureinsicht
Nachdem der erste Termin zur Klausureinsicht nicht gerade großen Anklang fand, gibt es in Verbindung mit der nächsten Sprechstunde die zweite Chance zur Einsichtnahme (inkl. Scheinausgabe). Also, auf ein Neues am Donnerstag, 5. April von 14 bis 16 Uhr in Haus E, Raum 217 (2. Stock).

Abwesenheitsnotiz
Der Blogger ist vom 20.3. bis 3.4 verreist – Kontakt via E-Mail ist möglich, die Beantwortung elektronischer Post wird in diesem Zeitraum allerdings nur sporadisch vorgenommen.

Korrekturvorgang abgeschlossen…

Dienstag, 20. Februar 2007

…und hier sind die Resultate (als .pdf) mit Gesamtpunktzahlen und Notenstufen. Außerdem finden Sie im Dokument Hinweise zum Verfahren bzgl. Notenvergabe, den Möglichkeiten zur Scheinabholung, Einsichtnahme und ggf. Besprechung. Direkte Nachfragen wie üblich via E-Mail oder über das Weblog.

Update (26.2.2007): Die Möglichkeit zur Einsichtnahme in die Klausur (inkl. Scheinausgabe) besteht am Dienstag, den 6. März von 14 bis 16 Uhr in Haus E, Raum 217 (2. Stock). Ein zweiter Termin ist voraussichtlich der 5. April, eine genaue Uhrzeit steht jedoch noch nicht fest.

Der erweiterte Statistik-Datensatz:

44 Klausur-Anmeldungen
36 Klausur-TeilnehmerInnen

davon
35x Reproduktion/Transfer
1x Klausuressay

67 Minuten kürzeste Bearbeitungszeit

38,5 40 höchste Punktzahl Reproduktion
32 45 52 60 höchste Punktzahl Transfer
69,5 83 98,5 höchste Gesamtpunktzahl

Notenverteilung< 50 Punkte__6

../60 Punkte____8
../70 Punkte____8
../80 Punkte_4
../90 Punkte__6
> 90 Punkte_4

Diverses

Besonderer Beliebtheit erfreuten sich die Transferfragen zur Digitalen Bohème, Weblogs und E-Government vs. E-Democracy … An die Second Life-Frage haben sich dagegen nur zwei Teilnehmer/innen gewagt … Nur ein/e einzige/r Teilnehemer/in hat sich für den Klausuressay entschieden … Und, ganz wichtig: Herr Mertens hat NICHT die Killerspiele erfunden!

{ Berlin Break }

Mittwoch, 14. Februar 2007

Okay. Auf mehrfachen Wunsch also eine Vor-Ort-Recherche im St. Oberholz.

9.42 Uhr: Die digitale Bohème schläft offenbar gerne aus. Der im korrekten 50er-Jahre Retro-Style eingerichtete Laden am Rosenthaler Platz ist beinahe leer, allerdings haben bis auf einen Gast alle schon den Laptop aufgeklappt. (Der große Latte Macchiato kostet € 2,70 und ist selbst an der Bar abzuholen. Bagels, Cookies, Muffins und das andere typische Szene-Food sieht gut aus.) Ich nenne es auch Arbeit und kümmere mich um einen kleinen Text zum Thema Computerspiele.

10.57 Uhr: Im Obergeschoss füllen sich allmählich die Resopaltische, das W-LAN bleibt aber erfreulich schnell und stabil. Auffällig ist die Dominanz der Apple-User – von inzwischen 12 Notebooks tragen 9 (!) das Apfel-Logo. Klischee stimmt. Gerätesicherheit wird groß geschrieben – wer auf die Toilette geht, nimmt den Rechner mit. Ob es dort extra Ablageflächen gibt? (Nein, gibt es nicht.)

11.33 Uhr: Gegenüber beginnt ein Business-Meeting: die drei Teilnehmer fallen altersmäßig aus der digitalen Bohème heraus, aber irgendwie gehören die Mittfünfziger doch zur Branche. Es geht um Kampagnenstrategien. Und irgendwelche „interaktiven Features“. Schnell weghören. Ach ja: der Oberholz-Soundtrack ist nicht schlecht, die Hintergrundbeschallung liefert gelegentlich feineres von Death Cab for Cutie, Polyphonic Spree oder auch mal älteres von Suede. Wird sicher über iTunes eingespielt.

12.52 Uhr: So, Mittagszeit. Gegessen wird aber nur bei zwei Touristen (aus Asien), der Rest tippt weiter in den Rechner, telefoniert skypet oder chattet.

13.07 Uhr: Der Artikel (ab morgen – hoffentlich – hier zu lesen) ist fertig und versendet, außerdem steht der nächste Termin an, also zusammenpacken. Bloß nichts vergessen, sonst landet man noch im Fundbüro. Bis demnächst.

PS: Irgendwie erinnert mich dieses Format an etwas… lange her.

Vorlesung: Interaktive Demokratie

Mittwoch, 31. Januar 2007

Die abschließende Vorlesung unternimmt den Versuch einer Integration der bislang vorliegenden Einzelanalysen und -elemente unter der begrifflichen Dachmarke „Interaktive Demokratie“. Einen zweiten Strang zur Zusammenfassung liefert das Konzept der öffentlichen Medienorganisation – ausgehend von der gegenwärtigen Verfassung der Mediendemokratie als Fernsehdemokratie werden neue Rahmenbedingungen einer künftigen Medienordnung skizziert.

Zugang zu den Powerpoint-Materialien erhalten Sie durch Eingabe des Namens eines (fiktiven) Medienkonzerns, der im Jahr 2015 die globale Medienlandschaft dominiert und maßgeblich für den Untergang der alten Massenmedien verantwortlich ist.

Geschützt: Folien: Interaktive Demokratie

Mittwoch, 31. Januar 2007

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Vorlesung: Weblogs

Mittwoch, 24. Januar 2007

Zum Abschluss der Web 2.0-Reihe werden verschiedene Aspekte der politischen Blogaktivität beleuchtet. Eine kurze Übersicht stellt wesentliche Elemente und Mechanismen von Weblogs sowie der Blogosphäre vor, dabei werden auch grundlegende wissenschaftliche Untersuchungen erwähnt.

Als alternative Einordnung von Weblogs wird eine Konzeptualisierung als „politische Versammlung“ im Sinne des Stufenmodells von Öffentlichkeit nach Jürgen Habermas vorgeschlagen. Demnach könnte das politische Segment der Blogosphäre als eine Art „Diskurs Management System“ für Themen von öffentlicher Relevanz verstanden werden. Abschließend werden ausgewählte Beispiele für politische Weblogs in Deutschland, USA und Frankreich kurz vorgestellt.

Die Folien zur Vorlesung können Sie einsehen, wenn Sie wissen, wie ein Gießener Politikwissenschaftler selbstverliebte, zum Narzissmus neigende Blogger bezeichnet hat (Plural beachten!).

Hinweis (29.1.2007): Ganz allmählich findet die kleine Materialsammlung auch außerhalb der JLU Beachtung – so mokiert sich der beschlagene Notizblogger Jörg-Olaf Schäfers (u.a medienrauschen.de, FaS) über die „unübersichtliche, grafisch und inhaltlich gegen vor die Wand gefahrene“ Präsentation. Da muss ich doch mal bei der Zielgruppe nachfragen: Wie geht´s Ihnen denn so, immer noch Kopfschmerzen vom letzten Donnerstag?