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Unter Nerds?

Freitag, 19. Februar 2010

Anfang der Woche ist drüben bei CARTA ein kleiner Beitrag über eine Zeitung aus Frankfurt erschienen, genauer gesagt, über deren allmähliche Orientierung zu Themen digitaler Kultur (Die FAZ: das neue Zentralorgan der Nerds?). Schlagworte sind dabei der Begriff des „binary turn“ (Wann druckt Frank Schirrmacher einen Artikel nur aus Nullen und Einsen?) und natürlich die „Nerds“ (Wer ist das überhaupt? Und gibt es welche bei der FAZ?). Bisher irrlichtert dieser Begriff des „Nerd“ durch die deutsche Debattenlandschaft, so recht ausgeleuchtet ist er noch längst nicht.

Mein kleiner Text leistet hierzu keine wirklich große Hilfe (und sollte es auch gar nicht), allerdings hat sich die Ahnung dessen, was  „Nerds“ eigentlich sind bzw. ob es sie hier in Deutschland als „kulturelle Figur“ (Lori Kendall) überhaupt gibt, hat sich im Zuge der Diskussion des Artikels immerhin ein wenig verschoben. Der Umfang und die Intensität der Kommentare bei CARTA haben mich sehr überrascht – da schreibt man über eine vermeintliche Nebenlinie der Diskussion und schon geht´s los. Wie schön wäre es, wenn es auch zu Artikeln über Politik im Internet einmal eine ähnliche Resonanz gäbe…

(Bild: Steve Urkel via Design Fundamentals for New Media)

In eigener Sache: Berlin

Mittwoch, 18. März 2009

Wenn man in der Zeitung mit den klugen Köpfen dahinter blättert und die Medienseite aufschlägt, geht man als so genannter „Blogger“ inzwischen fast ein wenig in Deckung: zwischen den Zeilen scheinen einem die Kugeln des schon in den 90er Jahren ausgebrochenen war for eyeballs zwischen Print- und Online-Medien entgegenzufliegen. Doch der Frankfurter Medienkonzern sucht auch einen anderen Diskurs mit „dem Netz“ und ist gemeinsam mit der Ausbildungs-/Entwicklungsorganisation Inwent Veranstalter der Konferenz Wahlkampf im Netz: Die Macht der neuen Medien. Wie digitale Medien die politische Transparenz beeinflussen, die am 19. März in Berlin stattfindet stattgefunden hat.

Hier gibt es eine Zusammenfassung der Veranstaltung, dort finden sich die (wenigen) Twitter-Beiträge zur Veranstaltung. Mal sehen, ob es in den nächsten Tagen dazu noch eine Print-Berichterstattung gibt.

Zurück zum ursprünglichen Ankündigungsposting:

Als „Einwechselspieler“ bin ich dorthin eingeladen (aber immerhin für den Stellvertretenden Regierungssprecher Dr. Thomas Steg) und nehme nun an einem Gespräch in internationaler Runde teil.

Vorab gibt es aber zwei Impulsreferate – erstens zu den US-Wahlen, zweitens zu Wahlen in verschiedenen afrikanischen Staaten, in denen sowohl über Möglichkeiten und Grenzen neuer Medien in Wahlkämpfen reflektiert wird als auch neue Projekte und Entwicklungen vorgestellt werden.

Die beiden Sprecher sind, nun, das muss man so sagen – hochkarätig:

Harry Dugmore von der School of Journalism and Media Studies der Rhodes University in Grahamstown/Südafrika spricht über neue Medien unter dem Blickwinkel der Demokratisierung Afrikas, auf ihn folgt mit Nancy Scola die Chefautorin von techpresident.com, die eine Nachlese zum US-amerikanischen Online-Wahlkampf parat halten dürfte.

Im Anschluss daran folgt dann die Panel-Diskussion, die „zum Austausch über die unterschiedlichen Erfahrungen und den unterschiedlichen Umgang mit neuen Medien insbesondere in Wahlkampfzeiten“ einladen soll. Weitere Teilnehmer sind Werner D’Inka (FAZ-Herausgeber), Dele Olojede (Nigeria, CEO von Timbuktu Media und Herausgeber der Online-Plattform Next),  Premesh Chandran (Malaysia, CEO von malaysiakini.org), Faizullah Jab (Pakistan, Dozent an der Uni Peshawar).

Weitere Informationen zur Veranstaltung gibt es hier.