Posts Tagged ‘Piratenpartei’

In eigener Sache: Menaggio

Mittwoch, 26. Mai 2010

Wie konnte das nur passieren? Das erste Spiel der deutschen Nationalmannschaft bei der Fußball-WM (13.6, vs. Australien) muss ich mir auf italienischem Boden ansehen. Immerhin in einem attraktiven Ambiente, denn vom 12.-15. Juni nehme ich an der Tagung Transnational Copyright: Organization, Mobilisation, and Law in der Villa Vigoni teil.

Titel meines Vortrags ist Communication as Participation: The DIY-Campaign of Germany´s Piratenpartei, darin setze ich mich mit verschiedenen Aspekten der einzigen echten „Mitmach-Kampagne“ im Bundestagswahlkampf 2009 auseinander. Ein Teilbereich widmet sich den Perspektiven der Piratenpartei und geht auch auf die Ereignisse vor und nach der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen ein. Besonders aufgefallen sind mir dabei zuletzt weniger die Richtungsstreitigkeiten innerhalb der Piraten, als vielmehr das dauerhafte Endzeit-Framing in der medialen Berichterstattung. Im gerade fertig gewordenen preliminary paper für die Konferenz klingt das dann so:

Aside from problems while collaborating “between online and offline”, the relatively short time span from the Bundestagswahl on Sept. 27th to election day in North Rhine-Westfalia on May 9th was rather a burden than a blessing for the Piratenpartei. Especially when discussing and developing a specialized election manifesto for the state election, it turned out that only seven months are not enough for elaborating a precise – and consensual – programmatic position. Instead of being assessed as an open and productive discussion process of a still very young party, media coverage put an emphasis on the “difficulty” or even “impossibilty” to shape a distinct public statement.

Organisiert wird die Konferenz im übrigen durch das Max-Planck-Institut für Gesellschaftsforschung, executive producers sind Sigrid Quack und Leonard Dobusch, die u.a. auch das sehr lesenswerte Blog governance across borders betreiben.

In eigener Sache: Ruhr & Lahn

Montag, 1. Februar 2010

Anfang Februar stehen zwei Vorträge auf dem Programm: zunächst bin ich zu Gast bei der von Jöran Muuß-Merholz für die Bundeszentrale für Politische Bildung organisierten Konferenz Web 2.0 in der politischen Bildung in Hattingen (8.-10.2.2010, Twitter-Hashtag: #pb21).

Im DGB-Bildungszentrum gibt es am Dienstag (9.2.2010) zunächst eine Impuls-Session, bei der ich neben Markus Beckedahl und Christiane Schulzki-Haddouti präsentiere. Mein Beitrag befasst sich mit neuen Formaten digitaler Entscheidungsvorbereitung und Partizipation anhand deutscher und US-amerikanischer Beispiele. Nach der Mittagspause folgt dann eine Panel-Diskussion, die – oh Schreck – von Thomas Knüwer „moderiert“ wird.

Von der Ruhr geht es direkt weiter an die Lahn, wo ich am Mittwoch (10.2.2010) am Institut für Politikwissenschaft an der JLU Gießen einen Vortrag im Rahmen der Ringvorlesung des neu eingerichteten Master-Studienprogramms „Demokratie und Kooperation“ halten werde. Bei einer Art „Heimspiel“ spreche ich über „Interaktive Demokratie“ – wobei im ersten Teil der Aspekt Elektronischer Demokratie im Vordergrund steht (aha!) und im zweiten Abschnitt dann Beispiele für Kooperation im Online-Wahlkampf der Piratenpartei vorgestellt werden (oho!).

In eigener Sache: MA, MZ, GI

Sonntag, 22. November 2009

In den kommenden Wochen stehen noch drei Vorträge auf dem Programm: am 24. November geht es nach Mannheim, am 3. Dezember nach Mainz und einen Tag später nach Gießen.

Den Auftakt macht ein Gastvortrag in der Vorlesung „Politische Kommunikation“ von Prof. Rüdiger Schmitt-Beck an der Universität Mannheim – dabei geht es um die Nutzung von Online-Videos im Bundestagswahlkampf. Allerdings: in Mannheim und auch in Mainz kann man im Augenblick wohl nicht anders, als zumindest kurz auf die aktuellen Online-Ereignisse im so genannten „Bildungsstreik“ einzugehen. Im Rahmen des Mannheimer Vortrags werde ich dazu die Rolle von Livestreams und anderen Online-Videos im laufenden Streikgeschehen ansprechen.

In der darauffolgenden Woche soll ich mich in meinem Beitrag zur Vorlesungsreihe Leben im Netz an der Universität Mainz mit der Entstehung der Piratenpartei auseinandersetzen. Genauer gesagt geht es natürlich um die Entwicklung der Piratenpartei im Superwahljahr 2009 und die Bedeutung der #zensursula-Kampagne für die Positionierung im Parteienlandschaft.

Der letzte Vortrag des Jahres findet an der Justus-Liebig-Universität Gießen statt, im Rahmen des von der VW-Stiftung geförderten Forschungsprojektes Innovationsrecht organisiert Prof. Dr. Martin Eifert einen internationalen Workshop. Dabei werde ich einige Thesen zum Thema Social Network Sites als neue Arena politischer Kommunikation vorstellen.

Ach ja: jetzt hätte ich es beinahe vergessen: für den 26. November gibt es noch einen Veranstaltungshinweis. Im Gießener Mathematikum findet dann die Veranstaltung Digitale Bürgerrechte in der vernetzten Gesellschaft statt. Das hessische Landesbüro der Friedrich-Ebert-Stiftung organisiert einen Diskussionsabend zum Thema, zu dessen Auftakt ich mit Thorsten Schäfer-Gümbel twittern reden werde – via Skype, da ich an diesem Tag vor Ort sein kann. Nach diesem kleinen Vorprogramm (ab 19.15 Uhr) leitet @tsghessen eine Podiumsdikussion mit Ralf Bendrath (wiss. Mitarbeiter im EU-Parlament), Annette Mühlberg (ver.di) und Michael Jäger (Schauspieler).

In eigener Sache: Bonn

Mittwoch, 21. Oktober 2009

Am 26. Oktober werde ich am ARD/ZDF-Onlineseminar bei der Deutschen Welle in Bonn teilnehmen und dort einen ersten Vortrag zum Online-Wahlkampf halten – im Mittelpunkt stehen die Rolle von Social Networks (allerdings noch in den USA, das war eine Vorgabe), Video-Formate zwischen Netz und TV sowie einige Beispiele für Twitter-Nutzungen im Bundestagswahlkampf. Ausführlicher mit dem „deutschen“ Web 2.0 dürfte sich Jan Schmidt auseinandersetzen, das deutet zumindest sein Vorschau-Posting Social Media im Wahlkampf an.

Als zusätzlicher Programmpunkt ist eine Abendveranstaltung angesetzt, bei der ich gemeinsam mit  Jens Seipenbusch auf einige Fragen zur Her- und Zukunft der Piratenpartei antworten soll. Vielleicht bietet sich auch schon die erste Gelegenheit zur Einschätzung der geplanten „Internetpolitik“ der neuen Bundesregierung.