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In eigener Sache: Berlin, Siegen

Montag, 22. März 2010

Reisezeit, mal wieder: am Freitag (26.3.) bin ich an der FU Berlin und diskutiere mit Vertretern der Forschergruppe i. Gr. Politische Kommunikation in der Online-Welt. Politische Folgen des strukturellen Wandels der politischen Kommunikation. Die erste Garde der deutschsprachigen Kommunikationswissenschaft plant einen großen Wurf und möchte längerfristig eine „modularisierte Theorie des Wandels der politischen Kommunikation“ erarbeiten. Wow. Beruhigend klingt für mich besonders diese Passage aus dem umfangreichen Antragstext:

In den nächsten Jahren wird sich im Zuge weiterer Entwicklungsschübe die medial vermittelte politische Kommunikation weiterhin grundlegend ändern. Noch ist vieles in der Online-Kommunikation geprägt von den Formaten, Akteuren und Prozessen der traditionellen Medien. Von daher sind die erfolgten Veränderungen erst der Anfang. (Herv. i. O.)

Im Laufe der Woche arbeite ich mich also durch den Antragsentwurf, der auf dicht bedruckten 262 Seiten einen konzeptuellen Rahmen für die Forschergruppe sowie zehn empirische Teilprojekte skizziert. Spannend, was die Kolleginnen und Kollegen da in den Blick nehmen wollen.

Am Montag (29.3.) nehme ich an der Universität Siegen an einem Workshop des Projekts Protest- und Medienkulturen im Umbruch teil. Nachdem der Siegener SFB Medienumbrüche ausläuft, sollen auch hier die Weichen für die Zukunft gestellt werden. Mit einem kleinen Workshop nöchte das Team um Sigrid Baringhorst aktuelle Entwicklungen im Bereich digitaler Protestkommunikation in inhaltlicher wie methodischer Perspektive ausloten. In meinem Impulsreferat in der Session Personal Politics werde ich einige Strategien von Identifikation und Partizipation im Rahmen der Hochschulproteste (#unibrennt, #unsereuni etc.) vorstellen.

Das ganze ist (mindestens) so arbeitsintensiv wie es klingt, aber es scheint mir auch eine der eleganteren Möglichkeiten zu sein, auf dem Stand der Dinge in Sachen politischer Kommunikationsforschung zu bleiben.